Worldtrip
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Sonntag, 9. November 2008
Sayunara Nippon
Sonntag, 9. November 2008, 10:52
6 Wochen neigen sich nun morgen dem Ende zu
und hier möchte ich mich nochmals verabschieden



vom Land der aufgehenden Sonne.
6 Wochen voller großer und kleiner Unterschiede und
Sehenswürdigkeiten gehen nun vorbei.

Ich verlasse Japan dann morgen Abend um 20.20h Ortszeit
in Richtung Cairns, Australien.




Da auf der Südhalbkugel die Jahreszeiten genau gegenteilig zu unseren sind, wird mich dort strahlender Sonnenschein und eine Durchschnittstemperatur von 30°C erwarten.
Ich hoffe der Schock wird nicht zu groß ausfallen denn hier sind es "nur" 15°C.

Japan war auf jeden fall eine Reise wert. Ich habe nicht nur viele tolle Sachen hier erleben und sehen können, sondern auch eine Menge persönliche Dinge für mich dazu gelernt.

Die Menschen die einen umgeben machen einen größeren Teil des Gesamtbildes aus als man eigentlich denkt.
Wer kennt das nicht: man freut sich auf einen schönen Besuch ins historische Paris, die Stadt kann man jedoch garnicht genießen weil so viele unglaublich unfreundliche Pariser um einen sind.

In der gleichen Situation habe ich mich hier auch manchmal gefühlt. Die Leute sind hier natürlich sehr freundlich, weil sie es sein müssen! Man ist hier nun mal freundlich, ob man es will oder nicht und man merkt, dass viele japaner garnicht wirklich wollen. Von Herzen freundlich sind meiner Meinung nach genauso viele wie auch in Deutschland.
Jetzt sagen sich sicherlich einige, ja wenn ich nicht freundlich sein will, dann bin ich halt eben unfreundlich, "is mir doch egal".
In Japan gibt es das Sprichwort:
"Auf einen Nagel der raussteht, wird draufgehauen"

Demnach ist es hier nicht immer die beste Lösung einfach strikt nach seinem Willen zu handeln, wenn man sein ansehen in der Gesellschaft nicht ganz verlieren will.
Sich dem Kaiser untergeben bzw. einer Autorität wie dem Chef o.ä. ist hier sehr stark ausgeprägt.
Es wird auch kaum öffentlich Kritik an der Regierung ausgeübt.
Vieles wird einfach so hingenommen wie es gesagt wird und so entstehen dann zum Beispiel Situationen wie diese:



Dort arbeiteten 11 Männer mittags an einem Stückchen Straße.
Auf dem Bild ist leider nicht zusehen, dass am Ende der Straße noch 3 Sicherheitskräfte warteten die den Verkehr von 3 Autos pro Minute regelten. Die ganze Crew aus 14 Männern arbeiten aber dann auch von 12 bis 5 Uhrs nachts.

Ich denke in Deutschland hätten sich längst entweder Arbeiter, Anwohner, Tierschützer oder andere Krakehler gemeldet.
Hier macht einfach jeder das was er machen soll und die anderen gucken weg und interessieren sich einfach nicht.

Asiatische Länder sind nun echt einfach anders.
Ich denke die westliche Kultur kann noch einiges von der östlichen lernen und andersherum.
Wir sind ja alle nicht perfekt.

Ich kann also nur jedem empfehlen sich in das Abenteuer
Asien zu stürzen. Es gibt viel zu sehen, viel zu lernen und sehr viel zu entdecken. Vorraussetzung ist jedoch dass man sich mit seinem westlichen Kopf auf Veränderung einlässt.

so long
bis bald
sayunara und dann heißt es ab morgen

g'day Mate
welcome to Australia

regards
Kevin

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