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Cairns to Hervey Bay
Dienstag, 16. Dezember 2008, 13:53
Einen wunderschönen Gruß aus dem knallheißen Australien.
Nach langer Abstinenz bin ich nun wieder im Blog zurück.
In der Zwischenzeit ist eine ganze Menge passiert. Der Unterschied ist natürlich erstmal gewaltig.
Nicht nur dass es in Japan ca. 15 Grad waren und hier gefühlte 35°C,
die Menschen hier sind mindestens um den gleichen Faktor lockerer und einfacher als in Nippon. 125 Millionen Japaner über ihr Land verteilt gegenüber 20 Millionen in ganz Australien machen doch auch einen Unterscheid aus.
Zum Vergleich: alleine das Einzugsgebiet Tokio zählt ca. 38 Millionen fleißige Arbeiter.
Cirka doppelt so viele wie in ganz Australien. Der Vergleich zur Landmasse ist auch gewaltig. Japan ist 377.835 km² groß im Vergleich dazu hat Australien eine Landmasse von 7.692.030 km². In Japan bin ich 5100 Kilometer Kreuz und Quer über die Insel gereist. Der Weg von Cairns nach Sydney also nur die Ostküste runter sind schon ca. 3000 Kilometer.
Abgeschiedenheit ist demnach hier leicht zu finden. Nach 6 Wochen viel zu vielen Leuten tut dies hier jedoch einfach mal gut. Der Nachteil ist jedoch dass man nicht immer und überall Handy und Internetempfang hat.
Dies ist aber auch nicht immer nötig. Zeit für sich alleine braucht man ja nun auch mal aber dazu später mehr.
In Narita dem Internationalen Flughafen Japans habe ich meine letzten Yen dann noch mal für das letzte Sushi auf asiatischem Boden ausgegeben, und es hat sich gelohnt.

Dort bin ich dann in einen unglaublich komfortablen Flug mit der australischen Fluggesellschaft Qantas gestartet. Diese ist trotz den letzten drei negativ Schlagzeilen die sicherste Airline der Welt. Während dem Flug von Japan nach Australien hatte ich die ganzen sieben Stunden 3 Sitzplätze für mich sodass ich äußerst gut schlafen konnte.
Der erste große gelbe Punkt im Norden markiert die 156.000 Einwohner starke Stadt „Cairns“. An dieser Karte könnt ihr sehen wo sich meine Reisegeschichtchen ereignet haben.

Endlich auf australischem Boden in Cairns angekommen wartete schon ein kleiner Bus auf mich der mich vom Flughafen in die Stadt zum Hostel gebracht hat.
Cairns an sich hat nicht besonders viel zu bieten. Die Attraktionen um die Stadt sind es die den Ort interessant machen. Das Unesco Weltkulturerbe und wohl bekannteste Schnorchelparadies ist hier perfekt zu erreichen. Das „Great Barrier Reef“ erstreckt sich etwa über eine länge von 2000 Kilometer. Die gesamte Strecke von Cairns bis Hervey Bay.
In Cairns habe ich dann einen Tauchgang gestartet und mir das farbenfrohe Paradies angeschaut.
Hier nun leider keine persönlichen Bilder weil meine Kamera unter Wasser nicht so gut funktioniert.


Insgesamt habe ich ganze drei Wochen in Cairns verbracht.
Dies ist vielleicht etwas lange jedoch habe ich hier auf meine Steuernummer warten müssen und dass die Westpac Bank mir mein Konto eröffnet.
Außerdem brauchte ich ein bisschen Zeit um mich hier an den australischen Lifestyle zugewöhnen. Dieser ist schon unglaublich anders zum deutschen und zum japanischen sowieso. Obendrein waren die Leute die ich hier im Hostel kennengelernt habe unglaublich toll. Ich habe nun zwei Schlafmöglichkeiten in Kanada. Eine im englischen und eine im französischen Teil. Ich will nun unbedingt mal nach Kopenhagen und den amüsantesten Holländer hab ich auch nun als Freund gewonnen. Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit im Caravella 149.

Um Cairns herum gibt es die so genannten „Tablelands“. Hier existieren viele Seen in Subtropischer und wüstenartiger Umgebung.
Viele organisierte Touren führen dadurch weil Australien nun mal das Mekka der Backbacker (Rucksacktouristen) ist.
An einer weiteren Kaffeefahrt wollte ich aber nicht teilnehmen und hab mir mit einem Kanadier Rennräder gemietet. Wir haben uns auf zum „Lake Barrine“ gemacht. Dieser lag
50 Kilometer südlich und 700 Meter höher als Cairns.

20 Kilometer der Strecke zu unserem Ziel ging Berg auf und sah wie folgt aus.

Nach einem langen harten Anstieg unter australische Sonne, 10 Litern Wasser, einem geplatzten Reifen und 5 getrampten Kilometern haben wir nach 4 Stunden endlich das Ziel erreicht.

Der Weg zurück war dann durch 20 Kilometer Berg ab nicht mehr so anstrengend wie der Hinweg. Es war aber um ein vielfaches aufregender die Gegend selbst kennenzulernen als von einem genervten Fremdenführer durchgeschleust zu werden.
Ab da an habe ich auch beschlossen für die weitere Zeit die Sachen lieber selbst zu erkunden als eine von den hunderten backpackergerechten „Adventuretouren“ zu folgen.
Nach knappen 100 Kilometern zurück im Hostel angekommen gab es nur zwei Sachen die gemacht werden mussten essen und schlafen.
Einen Tag drauf stand nämlich ein Internationales Fussballtunier in Cairns auf dem Programm.
Ich habe mich mit 3 Engländern, einem Schweden und einem Holländer zusammen getan und den „Cup nach Hause geholt“.
Der erste Preis den wir dort gewonnen haben war ein 100 Dollar Sportlergutschein
für den größten Pub in der Stadt. Natürlich haben wir die 100 Dollar dann dort nur für isotonische Energiedrinks mit Hopfenzusatz ausgegeben;).
Die erste Woche ist somit äußerst voll gepackt zu ende gegangen.
Die Zeit ging ins Land und schon war der 24 da und ich hatte Geburtstag.
Ich möchte mich hier noch mal für die lieben Grüße bedanken.
Alles was an meine deutsche Handynummer geschickt wurde konnte ich jedoch nicht bekommen weil ich mir hier eine australische Nummer zugelegt habe. Schickt mir einfach eine Mail wenn hier diese noch nicht bekommen haben solltet.
Mein Geburtstag habe ich hier dann mit einer amüsanten Runde gepflegtem Golfsport begonnen. Obwohl er noch nie Golf gespielt hat, hat er sich verdammt gut geschlagen.
Das herumfahren mit den Golfcaddies (Golfwagen) ist meist noch der aller größte Spass.

Ich hab mich mit dem Dänen (Daniel im Hintergrund zu sehen) dannach noch auf eine kleine Rundtour begeben. Mit seinem Motorbike sind wir durch die Umgebung von Cairns gefahren.
Abends ging es dann mit allen Jungs aus dem Hostel zum Abendprogramm über.
Die internationalen Sportwochen gingen weiter. Das Abendprogramm bestand zu einem Teil aus einem dänischen Gentlemen-Ball-Sport-Flaschen-Lauf-Spiel was hier nicht zu erklären ist, und amüsanten musikalischen Cowboymomenten. Es war ein toller Tag.

Nach 3 Wochen im tropischen Norden habe ich mir dann eine Mitfahrgelegenheit richtung Süden gesucht. In jeder größeren Stadt (>50.000 Einwohner) gibt es ein großes schwarzes Brett mit Angeboten, Verkauf von Gegenständen und auch Mitfahrgelegenheiten um Spritkosten einzusparen.
Ich habe dann ein gutes Angebot gefunden. Der Reisekollege „William“ ist aber leider nie an sein Handy gegangen sodass es drohte ins Wasser zufallen.
Einen Tag vor der geplanten Abreise hatte ich ihn immer noch nicht erreichen können.
Im Hostel zog dann ein neuer Gast in unser internationales Zimmer.
Direkt bin ich mit ihm ins Gespräch gekommen. Als er mir gesagt dass sein Name William ist habe ich kurz überlegt und ihr gefragt: “William? Ist deine Handynummer 0411813505?“ (Diese hatte ich komischerweise im Kopf behalten)
Er hat mit lachen, „hell, ya mate“ geantwortet und gedacht ich würde ihm nachspionieren.
Ich hatte meinen Reisekollegen dann schließlich doch gefunden und wir konnten uns auf in den Süden nach Airlie Beach machen.

Auf dem Weg habe ich dann den australischen Linksverkehr mal aus Fahrersicht kennen gelernt.
Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten im Rechtsverkehr habe ich mich doch bestens auf der „falschen“ Seite geschlagen. Auf den knappen 700 Kilometern von Cairns nach Airlie Beach konnten wir viele kleine abgeschiedene Orte sehen. Außerdem ist es hier auf Australiens Straßen möglich für mehrer hundert Kilometer keine Tankstelle oder Wasserquelle zu finden.

Das Abendteuer ist also stets dabei. Besser als die organisierten Kaffeefahrten.
In Airlie Beach angekommen haben William und ich die Gegend mit einem Roller erkundet.

Wir haben uns Airlie Beach angeguckt, welches nicht osnderlich groß ist, und die anliegenden Örtchen wie zum Beispiel Shutehaven.
Die Gegend ist hier echt beeindruckend. Der Kontrast zwischen tief blauem Meer und wüstenartiger öder Landschaft ist fantastisch und die Leute sind überall sehr hilfsbereit, aufrichtig und nett.
Zurück im Hostel angekommen bin ich auf zwei französisch Sprechende Backpacker getroffen die grade ein Angebot für einen Segeltrip die Ostküste herunter anbieten wollten.
Da ich jedoch grade diese Form von Angeboten gesucht habe, die nicht kommerziell sondern privat veranstaltet sind, konnten die beiden mir das Angebot gleich in die Hand drücken.
Die Übernachtung im Hostel wurde rückgängig gemacht und ich war an Bord.
Die folgenden 14 Tage habe ich dann auf dem Segelboot verbracht und bin bis nach Hervey Bay gesegelt.
Die Zeit auf dem Boot war echt fantastisch. Der Skipper war ein Engländer der nach Australien ausgewandert ist. Sein Boot das „electric guitar fish“ heißt, ist ein 12 Meter langer Catermaran. (hier grade bei Ebbe) Neil, der Skipper, hat das Boot in Malaysia gekauft und ist den ganzen Seeweg von Malaysia über Indonesien, Bali und Ost-Timor nach Australien gesegelt.

Der große Vorteil an diesem Segelboot war die Freiheit immer dort hingehen zu können wo wir wollten. Somit war es uns möglich die großen Touristenzentren zu umgehen und die kleinen verschlafenen Inseln der Ostküste zu sehen.

Wenn man genau hinguckt kann man im rechten Bildrand einen kleinen weißen Fleck ausmachen. Nachdem wir auf der Insel die Sanddünen herunter gesurft sind und den Tag am Strand mit Schnorcheln verbracht haben sahen wir am anderen Ende des Sandes ein kleines Boot was wohl auf das Riff getroffen ist und dann ein feuchtes Grab vor Mid-Percy Island gefunden hat.
Die Küstenwache konnte auch nichts mehr machen und somit hat die australische See nun ein Schiffswrack mehr auf seinem Grund.
Die kommenden Tage haben wir Schildkröten

Delphine und hunderte beeindruckende Fische gesehen.

Nachdem wir dieses Paradies verlassen haben ging es wieder auf hohe See.
Dieses mal in Richtung Paradies 2.0. Die kleinen unbewohnten Inseln unterscheiden sich nur gering. Außerdem ist es erschreckend wie schnell man manchmal den Blick für etwas schönes verliert wenn man es ununterbrochen genießt.
Das nächste Highlight sprach auf dem Boot mehr die Jägerseele der Männer an. Es ist uns gelungen zwei riesige Hummer, einen Tunfisch und einen weiteren Südseefisch zu fangen.

Das war dann auf dem Boot das aller beste Abendessen was wir alle seit langem gegessen hatten. Unsere großen Bemühungen ums nächste Abendessen wurden uns dann obendrauf noch mit diesem Sonnenuntergang belohnt.

Während der Zeit auf dem Boot gab es neben den Segeltätigkeiten wie Anker lichten, Segel hissen, navigieren
und steuern auch viel Zeit zum lesen und entspannen.
Ich habe während der Zeit ein gutes Reisebuch gelesen.
"Into the Wild" von Jon Krakauer. Dieses Buch bzw.die Lebensart des Protagonisten hat mich sehr beeindruckt. (Wer das Buch kennt, keine Angst ich werde schon nicht so enden)
Ich werde meine Reise in Zukunft auch daher ein wenig von den Massen wegbewegen und vielleicht ein Stück von der Art wie Chris "Alex Supertram" McCandless neuen Leuten (nicht seinen Eltern!) begenete adaptieren.
Nach der ganzen Entspannung auf dem Boot sind wir den nächsten Tag in einen Hafen in Yeppoon eingelaufen und haben dort geankert (siehe erstes Bild vom Boot)
Nachdem das Wasser zurückgekommen war und wir wieder los segeln wollten hat der Wind gedreht. Dazu ist dann noch einer der beiden Motoren ausgefallen und wir mussten gegen den Wind den Hafen verlassen. Alles ist dann im Endeffekt schief gelaufen und wir wurden mit dem großen Catermaran unter eine anliegende Brücke getrieben.
Nun war also Teamwork gefragt und ich bin immer wieder erstaunt zu was Menschen in Extremsituationen fähig sind. Die ganze Crew hat unglaublich gut als Team zusammen funktioniert und mit dem Skipper zusammen gearbeitet.
Mit der Hilfe von einem Anwohner und vollem Einsatz ist es uns dann doch gelungen das Boot aus der Misere zu manövrieren. Ich habe dabei zwar etwas gelitten und werde 4 bis 5 Schrammen als Erinnerung davon tragen.

Es war aber einfach ein super Ereignis uns eine geniale Teamleistung.
In der nächsten Stadt angekommen haben wir das wohl größte Schlafzimmer Australiens gesehen. Hier schliefen schätzungsweise 3000 Fledermäuse mitten in der Stadt.

Hier in Australien gibt es mindestens genau so viele interessante Dinge zu entdecken wie in Japan. Sie sind zwar nicht so sehr „anders“ aber trotzdem beeindruckend.
Ich genieße alles noch mal hier Revue passieren zu lassen und euch daran Teil haben zu lassen.
Schreibt mir gerne mehr Feedback wie’s gefällt und euch so geht.
Auch gerne an meine E-mail Worldtrip@live.com
Ich freu mich was von euch zu hören
Liebste Grüße
dein/ euer
Kevin
Nach langer Abstinenz bin ich nun wieder im Blog zurück.
In der Zwischenzeit ist eine ganze Menge passiert. Der Unterschied ist natürlich erstmal gewaltig.
Nicht nur dass es in Japan ca. 15 Grad waren und hier gefühlte 35°C,
die Menschen hier sind mindestens um den gleichen Faktor lockerer und einfacher als in Nippon. 125 Millionen Japaner über ihr Land verteilt gegenüber 20 Millionen in ganz Australien machen doch auch einen Unterscheid aus.
Zum Vergleich: alleine das Einzugsgebiet Tokio zählt ca. 38 Millionen fleißige Arbeiter.
Cirka doppelt so viele wie in ganz Australien. Der Vergleich zur Landmasse ist auch gewaltig. Japan ist 377.835 km² groß im Vergleich dazu hat Australien eine Landmasse von 7.692.030 km². In Japan bin ich 5100 Kilometer Kreuz und Quer über die Insel gereist. Der Weg von Cairns nach Sydney also nur die Ostküste runter sind schon ca. 3000 Kilometer.
Abgeschiedenheit ist demnach hier leicht zu finden. Nach 6 Wochen viel zu vielen Leuten tut dies hier jedoch einfach mal gut. Der Nachteil ist jedoch dass man nicht immer und überall Handy und Internetempfang hat.
Dies ist aber auch nicht immer nötig. Zeit für sich alleine braucht man ja nun auch mal aber dazu später mehr.
In Narita dem Internationalen Flughafen Japans habe ich meine letzten Yen dann noch mal für das letzte Sushi auf asiatischem Boden ausgegeben, und es hat sich gelohnt.

Dort bin ich dann in einen unglaublich komfortablen Flug mit der australischen Fluggesellschaft Qantas gestartet. Diese ist trotz den letzten drei negativ Schlagzeilen die sicherste Airline der Welt. Während dem Flug von Japan nach Australien hatte ich die ganzen sieben Stunden 3 Sitzplätze für mich sodass ich äußerst gut schlafen konnte.
Der erste große gelbe Punkt im Norden markiert die 156.000 Einwohner starke Stadt „Cairns“. An dieser Karte könnt ihr sehen wo sich meine Reisegeschichtchen ereignet haben.

Endlich auf australischem Boden in Cairns angekommen wartete schon ein kleiner Bus auf mich der mich vom Flughafen in die Stadt zum Hostel gebracht hat.
Cairns an sich hat nicht besonders viel zu bieten. Die Attraktionen um die Stadt sind es die den Ort interessant machen. Das Unesco Weltkulturerbe und wohl bekannteste Schnorchelparadies ist hier perfekt zu erreichen. Das „Great Barrier Reef“ erstreckt sich etwa über eine länge von 2000 Kilometer. Die gesamte Strecke von Cairns bis Hervey Bay.
In Cairns habe ich dann einen Tauchgang gestartet und mir das farbenfrohe Paradies angeschaut.
Hier nun leider keine persönlichen Bilder weil meine Kamera unter Wasser nicht so gut funktioniert.


Insgesamt habe ich ganze drei Wochen in Cairns verbracht.
Dies ist vielleicht etwas lange jedoch habe ich hier auf meine Steuernummer warten müssen und dass die Westpac Bank mir mein Konto eröffnet.
Außerdem brauchte ich ein bisschen Zeit um mich hier an den australischen Lifestyle zugewöhnen. Dieser ist schon unglaublich anders zum deutschen und zum japanischen sowieso. Obendrein waren die Leute die ich hier im Hostel kennengelernt habe unglaublich toll. Ich habe nun zwei Schlafmöglichkeiten in Kanada. Eine im englischen und eine im französischen Teil. Ich will nun unbedingt mal nach Kopenhagen und den amüsantesten Holländer hab ich auch nun als Freund gewonnen. Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit im Caravella 149.

Um Cairns herum gibt es die so genannten „Tablelands“. Hier existieren viele Seen in Subtropischer und wüstenartiger Umgebung.
Viele organisierte Touren führen dadurch weil Australien nun mal das Mekka der Backbacker (Rucksacktouristen) ist.
An einer weiteren Kaffeefahrt wollte ich aber nicht teilnehmen und hab mir mit einem Kanadier Rennräder gemietet. Wir haben uns auf zum „Lake Barrine“ gemacht. Dieser lag
50 Kilometer südlich und 700 Meter höher als Cairns.

20 Kilometer der Strecke zu unserem Ziel ging Berg auf und sah wie folgt aus.

Nach einem langen harten Anstieg unter australische Sonne, 10 Litern Wasser, einem geplatzten Reifen und 5 getrampten Kilometern haben wir nach 4 Stunden endlich das Ziel erreicht.

Der Weg zurück war dann durch 20 Kilometer Berg ab nicht mehr so anstrengend wie der Hinweg. Es war aber um ein vielfaches aufregender die Gegend selbst kennenzulernen als von einem genervten Fremdenführer durchgeschleust zu werden.
Ab da an habe ich auch beschlossen für die weitere Zeit die Sachen lieber selbst zu erkunden als eine von den hunderten backpackergerechten „Adventuretouren“ zu folgen.
Nach knappen 100 Kilometern zurück im Hostel angekommen gab es nur zwei Sachen die gemacht werden mussten essen und schlafen.
Einen Tag drauf stand nämlich ein Internationales Fussballtunier in Cairns auf dem Programm.
Ich habe mich mit 3 Engländern, einem Schweden und einem Holländer zusammen getan und den „Cup nach Hause geholt“.
Der erste Preis den wir dort gewonnen haben war ein 100 Dollar Sportlergutschein
für den größten Pub in der Stadt. Natürlich haben wir die 100 Dollar dann dort nur für isotonische Energiedrinks mit Hopfenzusatz ausgegeben;).
Die erste Woche ist somit äußerst voll gepackt zu ende gegangen.
Die Zeit ging ins Land und schon war der 24 da und ich hatte Geburtstag.
Ich möchte mich hier noch mal für die lieben Grüße bedanken.
Alles was an meine deutsche Handynummer geschickt wurde konnte ich jedoch nicht bekommen weil ich mir hier eine australische Nummer zugelegt habe. Schickt mir einfach eine Mail wenn hier diese noch nicht bekommen haben solltet.
Mein Geburtstag habe ich hier dann mit einer amüsanten Runde gepflegtem Golfsport begonnen. Obwohl er noch nie Golf gespielt hat, hat er sich verdammt gut geschlagen.
Das herumfahren mit den Golfcaddies (Golfwagen) ist meist noch der aller größte Spass.

Ich hab mich mit dem Dänen (Daniel im Hintergrund zu sehen) dannach noch auf eine kleine Rundtour begeben. Mit seinem Motorbike sind wir durch die Umgebung von Cairns gefahren.
Abends ging es dann mit allen Jungs aus dem Hostel zum Abendprogramm über.
Die internationalen Sportwochen gingen weiter. Das Abendprogramm bestand zu einem Teil aus einem dänischen Gentlemen-Ball-Sport-Flaschen-Lauf-Spiel was hier nicht zu erklären ist, und amüsanten musikalischen Cowboymomenten. Es war ein toller Tag.

Nach 3 Wochen im tropischen Norden habe ich mir dann eine Mitfahrgelegenheit richtung Süden gesucht. In jeder größeren Stadt (>50.000 Einwohner) gibt es ein großes schwarzes Brett mit Angeboten, Verkauf von Gegenständen und auch Mitfahrgelegenheiten um Spritkosten einzusparen.
Ich habe dann ein gutes Angebot gefunden. Der Reisekollege „William“ ist aber leider nie an sein Handy gegangen sodass es drohte ins Wasser zufallen.
Einen Tag vor der geplanten Abreise hatte ich ihn immer noch nicht erreichen können.
Im Hostel zog dann ein neuer Gast in unser internationales Zimmer.
Direkt bin ich mit ihm ins Gespräch gekommen. Als er mir gesagt dass sein Name William ist habe ich kurz überlegt und ihr gefragt: “William? Ist deine Handynummer 0411813505?“ (Diese hatte ich komischerweise im Kopf behalten)
Er hat mit lachen, „hell, ya mate“ geantwortet und gedacht ich würde ihm nachspionieren.
Ich hatte meinen Reisekollegen dann schließlich doch gefunden und wir konnten uns auf in den Süden nach Airlie Beach machen.

Auf dem Weg habe ich dann den australischen Linksverkehr mal aus Fahrersicht kennen gelernt.
Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten im Rechtsverkehr habe ich mich doch bestens auf der „falschen“ Seite geschlagen. Auf den knappen 700 Kilometern von Cairns nach Airlie Beach konnten wir viele kleine abgeschiedene Orte sehen. Außerdem ist es hier auf Australiens Straßen möglich für mehrer hundert Kilometer keine Tankstelle oder Wasserquelle zu finden.

Das Abendteuer ist also stets dabei. Besser als die organisierten Kaffeefahrten.
In Airlie Beach angekommen haben William und ich die Gegend mit einem Roller erkundet.

Wir haben uns Airlie Beach angeguckt, welches nicht osnderlich groß ist, und die anliegenden Örtchen wie zum Beispiel Shutehaven.
Die Gegend ist hier echt beeindruckend. Der Kontrast zwischen tief blauem Meer und wüstenartiger öder Landschaft ist fantastisch und die Leute sind überall sehr hilfsbereit, aufrichtig und nett.
Zurück im Hostel angekommen bin ich auf zwei französisch Sprechende Backpacker getroffen die grade ein Angebot für einen Segeltrip die Ostküste herunter anbieten wollten.
Da ich jedoch grade diese Form von Angeboten gesucht habe, die nicht kommerziell sondern privat veranstaltet sind, konnten die beiden mir das Angebot gleich in die Hand drücken.
Die Übernachtung im Hostel wurde rückgängig gemacht und ich war an Bord.
Die folgenden 14 Tage habe ich dann auf dem Segelboot verbracht und bin bis nach Hervey Bay gesegelt.
Die Zeit auf dem Boot war echt fantastisch. Der Skipper war ein Engländer der nach Australien ausgewandert ist. Sein Boot das „electric guitar fish“ heißt, ist ein 12 Meter langer Catermaran. (hier grade bei Ebbe) Neil, der Skipper, hat das Boot in Malaysia gekauft und ist den ganzen Seeweg von Malaysia über Indonesien, Bali und Ost-Timor nach Australien gesegelt.

Der große Vorteil an diesem Segelboot war die Freiheit immer dort hingehen zu können wo wir wollten. Somit war es uns möglich die großen Touristenzentren zu umgehen und die kleinen verschlafenen Inseln der Ostküste zu sehen.

Wenn man genau hinguckt kann man im rechten Bildrand einen kleinen weißen Fleck ausmachen. Nachdem wir auf der Insel die Sanddünen herunter gesurft sind und den Tag am Strand mit Schnorcheln verbracht haben sahen wir am anderen Ende des Sandes ein kleines Boot was wohl auf das Riff getroffen ist und dann ein feuchtes Grab vor Mid-Percy Island gefunden hat.
Die Küstenwache konnte auch nichts mehr machen und somit hat die australische See nun ein Schiffswrack mehr auf seinem Grund.
Die kommenden Tage haben wir Schildkröten

Delphine und hunderte beeindruckende Fische gesehen.

Nachdem wir dieses Paradies verlassen haben ging es wieder auf hohe See.
Dieses mal in Richtung Paradies 2.0. Die kleinen unbewohnten Inseln unterscheiden sich nur gering. Außerdem ist es erschreckend wie schnell man manchmal den Blick für etwas schönes verliert wenn man es ununterbrochen genießt.
Das nächste Highlight sprach auf dem Boot mehr die Jägerseele der Männer an. Es ist uns gelungen zwei riesige Hummer, einen Tunfisch und einen weiteren Südseefisch zu fangen.

Das war dann auf dem Boot das aller beste Abendessen was wir alle seit langem gegessen hatten. Unsere großen Bemühungen ums nächste Abendessen wurden uns dann obendrauf noch mit diesem Sonnenuntergang belohnt.

Während der Zeit auf dem Boot gab es neben den Segeltätigkeiten wie Anker lichten, Segel hissen, navigieren
und steuern auch viel Zeit zum lesen und entspannen.
Ich habe während der Zeit ein gutes Reisebuch gelesen.
"Into the Wild" von Jon Krakauer. Dieses Buch bzw.die Lebensart des Protagonisten hat mich sehr beeindruckt. (Wer das Buch kennt, keine Angst ich werde schon nicht so enden)
Ich werde meine Reise in Zukunft auch daher ein wenig von den Massen wegbewegen und vielleicht ein Stück von der Art wie Chris "Alex Supertram" McCandless neuen Leuten (nicht seinen Eltern!) begenete adaptieren.
Nach der ganzen Entspannung auf dem Boot sind wir den nächsten Tag in einen Hafen in Yeppoon eingelaufen und haben dort geankert (siehe erstes Bild vom Boot)
Nachdem das Wasser zurückgekommen war und wir wieder los segeln wollten hat der Wind gedreht. Dazu ist dann noch einer der beiden Motoren ausgefallen und wir mussten gegen den Wind den Hafen verlassen. Alles ist dann im Endeffekt schief gelaufen und wir wurden mit dem großen Catermaran unter eine anliegende Brücke getrieben.
Nun war also Teamwork gefragt und ich bin immer wieder erstaunt zu was Menschen in Extremsituationen fähig sind. Die ganze Crew hat unglaublich gut als Team zusammen funktioniert und mit dem Skipper zusammen gearbeitet.
Mit der Hilfe von einem Anwohner und vollem Einsatz ist es uns dann doch gelungen das Boot aus der Misere zu manövrieren. Ich habe dabei zwar etwas gelitten und werde 4 bis 5 Schrammen als Erinnerung davon tragen.

Es war aber einfach ein super Ereignis uns eine geniale Teamleistung.
In der nächsten Stadt angekommen haben wir das wohl größte Schlafzimmer Australiens gesehen. Hier schliefen schätzungsweise 3000 Fledermäuse mitten in der Stadt.

Hier in Australien gibt es mindestens genau so viele interessante Dinge zu entdecken wie in Japan. Sie sind zwar nicht so sehr „anders“ aber trotzdem beeindruckend.
Ich genieße alles noch mal hier Revue passieren zu lassen und euch daran Teil haben zu lassen.
Schreibt mir gerne mehr Feedback wie’s gefällt und euch so geht.
Auch gerne an meine E-mail Worldtrip@live.com
Ich freu mich was von euch zu hören
Liebste Grüße
dein/ euer
Kevin
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