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Mittwoch, 28. Januar 2009
Drei Feuerwerk der Impressionen
Mittwoch, 28. Januar 2009, 14:29
Wie versprochen folgt der nächste Eintrag kurze Zeit später.
Nach den aufregenden 1000 Kilometer von Brisbane nach Sydney bin ich nun endlich in einer der wunderbarsten Städte in Australien und der Welt angekommen.
Sydney ist vor Melbourne die größte Stadt Australiens und wohl auch die bekannteste.
Die Beziehung zu Sydney und der 900 Kilometer entfernten Stadt Melbourne ist in etwa so wie die zwischen Köln und Düsseldorf.
Bei uns ist es ja hauptsächlich der Karneval der die Massen anheizt und jeder die seine Stadt als die bessere anpreist.
Hier ging es soweit, dass bei der Frage um die Hauptstadt australiens keine Entscheidung zwischen den beiden größten Städten gefunden werden konnte.
Deshalb wurde in der geographischen Mitte zwischen Melbourne und Sydney einfach eine neue Stadt gegründet.
Die Hauptstadt ist wie bekannt Canberra und ist im Vergleich zu Melbourne und Sydney scheinbar nicht erwähnenswert. Ich werde es selbst in den kommenden Monaten herausfinden.

Nachdem ich das Rennen beendet hatte und in Sydney angekommen war habe ich mich mit einer Freundin aus Deutschland getroffen welche zufälligerweise auch grade in Sydney lebt.
Nach schnellem Mittagessen habe ich mich mit ihr auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht und binnen 20 Minuten eine wunderbare Stelle für den nächsten Tag gefunden. Diese Unterkunft war 5 Minuten vom Central Business District (CBD) entfernt.

Die erste Nacht habe ich bei einem anderen Bekannten verbracht den ich über das Couchsurfing Experiment kennen gelernt habe. Zusammen mit den Schweden aus Brisbane mit denen ich Weihnachten verbracht habe, habe ich dort die erste Nacht verbracht.
Mit einem wunderbaren Ausblick über Darlingharbour. Dies ist der Binnenhafen in der Bucht von Sydney und somit Mitten in der Stadt. Wir hatten dort eine wunderbare Zeit und ich kann mich nur noch mal bei den Erfindern und Nutzern von Couchsurfing.com bedanken.




Nach der ersten Nacht bin ich dann zurück in das Haus welches 5 Minuten vom Zentrum entfernt ist. Dort habe ich 2 Wochen mit zwei Jungs von den Philippinen aus Manila, einem aus Indonesien der Gegend um Jakarta und einem aus Siegburg. Mich traf dort echt der Schlag.
Die Welt kommt zusammen und ich treffe jemanden der laut Internetberechnung 13,8 Kilometer von mir entfernt wohnt. Wir haben uns niemals vorher gesehen und treffen uns einmal um den Erdball in Sydney.



Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Ich habe dort noch die letzten Tage mit meinem „Rennkollegen“ aus Köln, Marko verbracht.
Das! nächste große Event stand ja kurz bevor und dies hieß Sylvester und Neujahr.

Zu diesem besonderen Anlass habe ich mich mit meinen zwei „Matrosenfreunden“ Marko und Michael in Sydney getroffen. Nach kurzem Mahl und kleinem Umtrunk zur Einstimmung aufs neue Jahr haben wir uns auf den Weg zu einem Park in der Nähe des Hafens von Sydney gemacht. Hier hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Bucht und die Wahrzeichen Sydneys: das Opernhaus und die Harbourbridge.



In diesem Park haben wir dann das erste von zwei wunderbaren Feuerwerken betrachtet. Um 9 Uhr startet das erste Feuerwerk. Dies ist für die jungen Einwohner Sydneys gedacht, solche die keine 12 Stunden wach bleiben können.
Das Feuerwerk in dem Park wurde dazu musikalisch unterlegt und gesponsert von der bekannten Audio-, Soundfirma:



Damit jeder weiß wer für den guten Sound sorgt und das „product placement“ nicht umsonst war, hat man ein Flugzeug organisiert welches für fantastische Werbung am Himmel gesorgt
hat.



Ein Feuerwerk auf Fotos fest zuhalten ist natürlich nie ganz einfach. Das erste Feuerwerk um 9 Uhr war aber schon ordentlich. Der einzige Nachteil in dem Park wo wir uns befanden war das Publikum. Das Durchschnittsalter war zwar cirka bei 30 das kam aber da durch dass die Mitte von 10 Jährigen und 50 Jährigen auch nun mal 30 ergibt. Somit stimmte zwar die Statistik, das Publikum war aber leider „nicht ganz mit uns auf einer Welle“.
Deshalb beschlossen wir weiter in die Innenstadt zu ziehen.
Auf dem Weg dorthin sind wir durch Kings Cross gelaufen, welches das Partyviertel Sydneys ist. Hier haben wir zufälligerweise an einer Haustür eines chicen Hauses einen kleinen Werbezettel gefunden, welcher sagte:
„Call 07 for Brodies Party“ (wir sollten also bei Apartment 7 klingeln).
Da haben wir uns natürlich nicht lange bitten lassen und schnell die Klingel gedrückt. Als die Stimme ertönte: „Hello?“ antworteten wir mit einem: „Hier sind Kevin, Marko und Michael, wir sind da für die Party“.
Nach kurzem Überlegen auf der anderen Seite des Intercoms hörten wir: „Ehm.. Hey toll, kommt hoch“
Wir drei sind hocherfreut die Stufen hoch gerannt und waren Mitten in einer fantastischen Party. Mit geschmackvollem Essen, kalten Getränken, dem bombastischsten Ausblick über den Hafen von Sydney den man sich nur vorstellen kann und genialen Leuten.



Wir hatten nun 3 Stunden Zeit bis das große Feuerwerk startete. Die Zeit haben wir selbstverständlich genutzt um uns unter die Massen zu mischen.
Der Gastgeber (linke Seite) ist Regisseur und dreht grade einen neuen Film in Sydney und hat einen wunderbaren Freundeskreis.
Um die Zeit um Neujahr habe ich mich nach einem Job in Sydney umgeschaut.
Auf der Party habe ich eine Kolumnistin der größten Australischen Tageszeitung „The Australian“ kennen gelernt. Sie hat mir verschiedene Telefonnummern organisiert und für den ersten Kontakt gesorgt. Das Publikum war einfach fantastisch und es war ein leichtes die drei Stunden mit tollen Gesprächen zu füllen. Dann war es auch schon 12 Uhr und das größte Feuerwerk was ich bisher erlebt habe ging los. Normalerweise finde ich Feuerwerke nie sonderlich spannend da es immer irgendwie das gleiche ist. Das 12 Uhr Feuerwerk hat meine Meinung dem gegenüber deutlich geändert. Bei dem Anblick verschwinden alle Gedanken von „sinnlosem Geld verballern“ oder anderen Gegenargumenten.





Es war wirklich das größte und beste Feuerwerk was ich je erlebt habe.

Nach dem die Lichtshow beendet war ging die Party in die zweite Runde. Ich habe viele weitere Bekanntschaften gemacht die meine weitere Zeit in Sydney positiv beeinflussten.
Am darauf folgenden Morgen musste Marko einen Flug bekommen zurück in den Norden des Landes da dort sein Auto auf ihn wartete.
Michael und ich haben uns darauf hin von Ihm verabschiedet und uns geschworen in Köln wieder zutreffen. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen, von Segeln über 4x4 Offroad-Abenteuer, 1000 Kilometern Trampen bis zu Sylvester 2008 / 2009.
Ich freu mich jetzt schon auf das Treffen um alles noch mal Revue passieren zu lassen.



Zum 1.1. des neuen Jahres habe ich wieder etwas Lust nach Veränderung gespürt und beschlossen meinen Rucksack wieder zusammen zupacken um weiter Sydney zu erkunden.
Ich habe also meine ostasiatisch- Rheinländische Wohngemeinschaft zurück gelassen und bin in Richtung „Kings Cross“ in Sydney aufgebrochen.
Es basierte auf verschiedenen Gründen dass ich meine wunderbare Zeit in dieser Unterkunft aufgegeben habe. Der Hauptgrund war jedoch dass es dort „zu perfekt“ war.
Man mag es für verrückt halten aber wer sich eventuell in mir wieder finden kann, wird es verstehen. Ich möchte hierbei nicht zu sehr ins Detail gehen.

Mein neues Zuhause basiert auf einem wunderbaren Zwischenfall und einer der tollen Bekanntschaften vom Sylvesterabend.
Ich habe auf der besagten Party zur Jahreswende einen fantastischen Freund aus El Salvador gewonnen der schon Jahre in Sydney (Kings Cross) wohnt.
Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und uns wieder getroffen. Beim zweiten Treffen hat er mir erzählt, dass er zurzeit Urlaub hat und plant eine Woche auf Reisen zu gehen.
Direkt hat er mir angeboten während seiner Abwesenheit in seinem Apartment leben zu können.
Das kam also wie gerufen und ich hatte für eine Woche ein eigenes klasse Apartment im Herzen von Sydney.
Zwei schwedische Freunde mit denen ich Wochen zuvor in Brisbane Weihnachten gefeiert habe suchten der Zeit auch nach einer Unterkunft.

„Manus manum lavat„ wie der ja der Lateiner sagt (schönen Gruß an Fr. Witte =)

Da die eine Hand also andere wäscht haben wir uns zu dritt die wunderbare Gelegenheit genutzt und zu dritt die Woche verbracht.



In diese Woche habe ich sehr viel Zeit mit der Suche nach einem guten Job und einer neuen Unterkunft verbracht. Das Genießen der tollen Unterkunft und der schönen Zeit ist natürlich nicht zu kurz gekommen.



Die Woche in dem wohl gemütlichsten Bett seit drei Monaten ging viel zu schnell um. Ich bin aber auf der Suche nach einer neuen Unterkunft fündig geworden und habe einen, meiner Meinung nach, perfekten Platz gefunden.
Nun lebe ich Mitten im Zentrum Sydneys mit 5 Indern. Das neue Jahr bringt also noch ein neues Zuhause, eine neue Umgebung und noch besser eine komplett neue Kultur.
Wenn ich aus dem hektischen Sydney in unser Apartment eintrete fühle ich mich wie in einer anderen Welt. Zwischen Chicken Masala, Ek, Do, Thin, Jar, Punch und indischem Akzent ist’s einfach der perfekte Kulturunterschied. Mitten in Australien mit einem Spritzer Abenteuer.



Kurz nach dem ich angefangen habe die Indische Kultur kennen zulernen, habe ich einen Job im Marketingbusiness gefunden.
Im östlichen Teil Sydneys bin ich nun Mitarbeiter von einer Internationalen Marketingfirma.
Der Geschäftsführer ist Kanadier und hat wie viele hier mit einem „Working Holiday Visum“ angefangen. Ihn hat das Reisen gelangweilt und hat einen Job im Marketing angefangen. Er hat das Potential und die Leichtigkeit des Jobs erkannt und kurz um seine eigene Firma gegründet. Nun ist er 23 Jahre alt, beschäftigt 200 Mitarbeiter und weiß nicht wohin er sein Geld stecken soll. Für mindestens 2 Leben „in Saus und Braus“ hat er ausgesorgt.
Ich bin nun einer der 200 Mitarbeiter. Hauptsächlich geht es bei dem Job um professionelle Spendensammelung für Wohltätigkeitseinrichtungen. Ich arbeite er Zeit im Dienste des Australischen Instituts für Herzforschung.



Der Job ist daher ganz interessant da es mir die Möglichkeit gibt etwas Sinnvolles zu machen und mir nebenbei noch einen Einblick ins Feld des Marketings gibt. Das Umfeld und die Arbeitskollegen sind jung und der gesamte Geist der Firma ist sehr motiviert.
Das interessanteste ist jedoch von unserem Geschäftsführer zu lernen.
Es ist zu beobachten wie Menschen mit zu viel Geld ihren Erfolg auf jede Lebenssituation projizieren und das Gefühl von Macht überall mit hinnehmen.

Nach der ersten Woche im neuen Job, der üblicherweise morgens um 11 Uhr beginnt und abends um 23 Uhr aufhört, läuft so gut dass ich nach der zweiten Woche zum Gruppenleiter befördert wurde. Jede zweite Woche ist es üblich auf einen „Roadtrip“ außerhalb Sydneys zu fahren. Wir haben uns deshalb zu sechst 600 Kilometer auf den Weg in den Norden gemacht in den kleinen Ort „Grafton“.



Die ganze Umgebung kam mir äußerst bekannt vor da ich den ganzen Weg ja schon mal im Auto abgefahren habe. Dieses Mal war die Reise leider nicht kostenlos.
Während der Geschäftsreise in das kleine Örtchen Grafton haben wir den Stadtbezirk in 6 Teile geteilt und jedem wurde ein bestimmtes Arbeitsterritorium zugewiesen.
Das Spenden sammeln konnte nun also beginnen.
Täglich wurde somit an ca. 100 Türen geklopft und denen die Ernsthaftigkeit von Herzerkrankungen nahe gelegt.
Es ist interessant wie man seinen Vortrag von Kunde zu Kunde variieren muss um erfolgreich zu sein. Nach dem ich in 4 Tagen an 400 Türen geklopft habe genauso oft den gleichen Text über Herzkrankheiten herunter gebetet habe stand als (hochgerechnetes) Resultat, 16800 Dollar auf dem Papier.
Es ist also schon enorm wie viel Geld einer alleine in 4 Tagen für eine Wohltätigkeitseinrichtung aufbringen kann.
Der letzte Tag war jedoch der beste. Es hat den ganzen Tag über geregnet und das hat nach cirka einem Monat ohne jeglichen Wassertropfen von oben sehr gut getan.
Ich wollte jedoch nicht ganz nass werden und habe mich deshalb einfach mit einem Kunden, der mich auf einen Tee eingeladen hat 1 ½ Stunden unterhalten. Er war studierter Historiker und stand kurz vor einer Reise nach Deutschland. Eine lange Debatte über den Krieg, DDR, Politik und australische Geschichte hat mir somit den Tag versüßt.

Der Regen hörte langsam auf und die Pflicht, Herzkrankheiten zu heilen (oder zu mindest einen kleinen Beitrag dazu zuleisten) rief.
Der Rest des Tages verlief dann recht erfolgreich und ging mit einem Pingpongmatch gegen einen anderen Kunden zu Ende.

Nach 5 Tagen 11 Stunden Arbeit täglich, ging somit eine andere Art von Reisewoche zu Ende.
Ich habe Grafton einen Tag früher mit dem Zug Richtung Sydney verlassen um schon samstags in Sydney zu sein.





Die Rückreise habe ich dann mit dem Zug angetreten und ich fühlte mich wieder wie zu Hause im Zug.
Nur kam mir alles in Zeitlupe vor. Die letzte Langstrecke mit dem Zug bin ich im japanischen Hochgeschwindigkeitszug gefahren.
Der australische Bummelzug hat für 600 Kilometer 10 Stunden gebraucht.
250 Km/H im Vergleich zu 60 Km/H sind doch schon ein Unterschied.
Trotz alle dem bereue ich es nicht im Geringsten auf diese Art gereist zu sein. Somit ist es nämlich möglich andere Landschaftseindrücke von Australien zu gewinnen, wie zum Beispiel diesen hier:




So habe ich das australische Hinterland auch noch nicht gesehen.

Zurück in der großen Stadt ging es am nächsten morgen zur zweiten Arbeitsstelle.
Dieses Mal war ich als Koch und Kellner auf einem 40 Jährigen Geburtstag angestellt.
Der Geburtstag fand auf einer Yacht im Hafen Sydneys statt. Die Gastgeberin war eine ranghöhere Westpac- (australische Bank) Mitarbeiterin und das Publikum ging in die gleiche Richtung.
Arbeit, Spaß und einen wunderschönen Ausblick perfekt zu vereinen ist mir so auch noch nicht gelungen.
Das Vorbereiten der Speisen hat unglaublich Spaß gemacht,





die Partygesellschaft war sehr gelassen und die Rundfahrt auf einem äußerst beeindruckenden Hafen war das Tüpfelchen auf dem I.






Der Abend verlief grandios. Ich habe viele neue nette Menschen kennen gelernt, den einen oder anderen Dollar verdient und fleißig daran gearbeitet das internationale Image deutschlands aufzupolieren.

Nach dem der ereignisreiche Tag auf dem Boot zu Ende ging, stand schon das nächste nationale Großevent vor der Tür. Sydney ist echt die Stadt der Feste. Zirka zweimal im Monat steht die Stadt hier Kopf und ein bestimmter Anlass wird groß gefeiert. Diesen Montag war Nationalfeiertag: „Australia Day“. Der 26. Januar, basiert auf der Ankunft Captain Arthur Phillips und der „First Fleet“. Mit dieser wurden die ersten englischen Strafgefangenen nach Australien gebracht und die Besiegelung der Europäer begann.
Traditionell bekommen ausländische Einwanderer (die sich darum bemühen) an diesem Tag ihre Aufenthaltsgenehmigung, ihren australischen Pass und eine neue Staatsangehörigkeit.

Dieses Event wird natürlich riesig gefeiert. In der ganzen Stadt finden Konzerte und Tanzveranstaltungen aller Kulturen statt.




Am Abend werden die neuen Australier mit einem riesigen Feuerwerk über dem Innenhafen Sydneys begrüßt..

Australia Day VIDEO

Nach dem aufregenden Feiertag ging es zurück in den Arbeitsalltag.
Mit Unterstützung des Marketingteams was aus der ganzen Welt zusammengewürfelt ist, hieß es dann wieder Spenden gegen Herzkrankheiten zu sammeln.
Wer schon mal in solchen Marketingbereichen gearbeitet hat, weiß wie affektierte Arbeitsmoral und eingebildeter Ergeiz in unglaublicher Arroganz resultieren kann.

Jetzt nach meiner Beförderung zum Gruppenleiter habe ich meinen Vertrag, aus verschiedenen Gründen, zum Ende der kommenden Woche gekündigt und mich für mein nächstes Abenteuer vorbereitet.

Dieses wird alles bisher dagewesene in den Schatten stellen.
Ich freue mich jetzt schon unglaublich drauf, aber zu viel kann man jetzt noch nicht verraten.

Die letzte Arbeitswoche wird noch mal interessant da es wohl ein zweites mal auf einen Roadtrip geht.

Ich freue mich sehr über eure positive Resonanz und freue mich euch in den kommenden Monaten weiter schreiben zu können.

Schaltet also bald wieder ein.

G’day Mate!
Einen warmen Gruß
Und bis bald
Dein/ Euer

Kevin
(Kommentare die nicht auf der Seite erscheinen sollen bitte an worldtrip@live.com)

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Samstag, 10. Januar 2009
Ein Geländewagen, schwedisches Weihnachten und 1000 Kilometer Spaß
Samstag, 10. Januar 2009, 06:48
Drei Wochen sind seit dem letzten Eintrag schon wieder ins wunderschöne Land gegangen und es fühlt sich mal wieder an als hätte ich ihn gestern erst abgeschickt.
An bei wieder die altbekannte grüne Australienkarte mit den letzten Stopps.



Aufgehört habe ich beim letzen Blogeintrag mit dem Fledermausschwarm aus Yeppon. Dieser Eintrag startet in Hervey Bay. In diesen kleinen verschlafenen Örtchen habe ich das Segelboot mit dem Rest der Crew verlassen. Dort im Hafen haben wir ein sehr spezielles Boot betrachten können, welches aussieht als käme es von einem anderen Stern. Das Boot heißt „Earthrace“ und wie der Name schon vermuten lässt befindet sich das Boot auf einer Erdumrundung. Dabei verbraucht es ausschließlich Biodiesel. Die extravagante Form des Bootes ermöglicht der Crew mit dem Boot durch hohe Wellen auf rauer See hindurch zu brechen. Das Boot wird also nicht wie natürliche Gegenstände auf der Welle getragen und dadurch gebremst. Dieses spart scheinbar Zeit und Energie.



Der einzige Nebeneffekt ist wohl dass man dadurch ein Gefühl der Übermacht bekommt. Das Boot hat nämlich ein nichts ahnendes Fischerboot übersehen und überfahren. „Two steps forward, one Step back“

Nachdem wir das Boot geschruppt und gebohnert hatten war es an der Zeit das letzte Crewbild zuschießen und lebe wohl zusagen. Die Archivaufnahmen will ich Euch natürlich nicht entgehen lassen.



Nachdem wir dann in Hervey Bay gelandet sind, haben wir uns direkt auf die Suche nach dem nächsten Abendteuer gemacht und es auch gefunden.
Dies war nämlich überhaupt gar nicht schwer denn der einzige Grund nach „Hervey Bay“ zukommen ist sich ein 4x4 Allradantrieb Geländewagen zu mieten und eine Safari auf der großen Sandinsel der Welt zu unternehmen. Diese wird eigentlich K’gari genannt. Australier bzw. Menschen des westlichen Abendlandes die nicht dem Stamm der Aboriginies angehören nennen die Insel „Fraser Island“. Diese wurde so genannt da scheinbar ein Schiff unter Kapitän „James Fraser“ hier gestrandet ist. Nur seine Frau hat das Unglück überlebt und wurde zurück in England in eine Irrenanstalt eingeliefert. Demach wurde die Insel also:



getauft. Die Insel zählt auch zum Unesco Weltkulturerbe da es die größte immer noch wachsende Sandinsel der Welt ist. Deshalb steht sie extremen Schutz und wird nicht mehr industriell genutzt.
Der Kapitalist schreit nun natürlich auf: „Aber der ganze gute Bausand und das Holz, das kann man doch da nicht einfach so stehen lassen!“
Die Insel „Fraser Island“ ist mit einer der größten Touristenattraktionen Ostaustraliens und spült damit wohl mehr Geld in die Kassen als 5000 Raummeter Brennholz.
Demnach kann man sich also auch ausrechnen dass es wieder nicht den ungestörtesten Blick auf eine wunderschöne Landschaft gab.

Bevor wir jedoch auf unsere Selbsterkundungssafari gehen konnten mussten wir noch eine Nacht im kleinen Örtchen „Hervey Bay“ verbringen.
Kaum hat man ein Problem taucht hier schon ein freundlicher Australier mit einem Barbecue und 5 Schlafplätzen auf. Es ist einfach sagenhaft. Die Australische Gastfreundschaft und einfache Art mit fremden umzugehen ist vorbildlich.



Der Grill war heiß, die Getränke kalt und der Gastgeber stand mit Gitarre und guter Laune bereit. Jegliche Gedanken wie man die Nacht verbringen sollte hatten sich in Luft aufgelöst. Wir hatten einen phantastischen Abend und einen Freund mehr gewonnen.
Am nächsten Tag ging es dann los auf die Insel mit unserem Bärenstarken Toyota Landcruiser der aus (fast) jeder Lage wieder auf die Beine kommt.



Auf der Insel fährt man dann zu 95% nur noch auf Sandstraßen auf denen man ein Geländewagen dringend benötigt. Wir haben auf der Insel 3 Tage und 2 Nächte verbracht. Am ersten Tag hat es uns in den Regenwald verschlagen in dem, einem wunderbare Bachläufe in Szenerien wie aus dem Dschungelbuch geboten werden.




Als wir dort durch den Urwald streiften ist uns auch merkwürdiges begegnet. Dies konnten wir glücklicherweise festhalten, aber seht selbst.






Komisch, komisch was dort alles so im Urwald passiert, aber man muss doch schon sagen dass ich im nächsten Tarzanfilm durchaus mitwirken könnte oder?

Falls ich dann mal die Möglichkeit haben sollte, in Hollywood mein Talent zu beweisen, möchte ich dann aber in einen richtigen Urwald gehen die Wege auf der Insel waren zwar wunderschön,




aber nämlich nicht sonderlich abenteuerlich.
Glücklicherweise liegen ja noch einige Stationen vor mir, der ein oder andere Plan ist dort schon in Planung aber dazu mehr wenn es soweit ist.

Nach dem wir dann den Urwald verlassen haben ging es an den ersten von unzählbar vielen Seen auf der Insel. Der erste See war glücklicherweise nicht so



überfüllt als wir ihn gesehen haben. Dieser Ausblick war schon einer der wunderbarsten bisher. Der weiße Sand und das Kristallklare Wasser. Einfach WOW! Das Kristallklare Wasser war dazu auch noch Süßwasser und konnte direkt getrunken werden. Es konnte vom Geschmack ohne Probleme mit teurem Markenwasser mithalten.

Nachdem wir uns an diesem wunderbaren Ort satt gesehen hatten, ging es zurück ins Automobil.
Ebbe war nun eingetreten, genau das wo alle drauf gewartet hatten. Nun war es uns endlich möglich am Strand entlang die Insel entlang zu fahren.



Kurz darauf wurde es auch schon wieder dunkel und wir mussten anfangen das Zelt zur Übernachtung aufzubauen.
Nach der ersten unspektakulären Nacht ging es dann morgens so früh wie möglich wieder auf die Piste.



Entlang des Ozeans und durch Schlammlöcher zu unserem nächsten Ziel und
Standartfotoobjekt, dem „Maheno Schiffwrack“. Dieser ehemalige Luxusliner ist hier 1935 auf Fraser Island auf Grund gelaufen. Seit dem dient es als Touristenattraktion und Fotomodel.




Zurück im Auto verschlug es uns dann zum „Eli Creek“ ein Wasserstrom der sich vom Inland bis zum Ozean zieht. In diesem kann man schwimmen und die umgebende Natur genießen sofern man einen ungestörten Blick darauf werfen kann da dieser Ort der Insel verständlicherweise einer der beliebtesten Ziele ist.



Wieder zurück im Auto wurde der Ausflug dann langsam spannend.
Wenn man mit dem Auto nah am Salzwasser vorbeifährt sollte man möglichst vermeiden durch das Wasser zufahren. Dieses kann nicht nur äußerst große Schäden anrichten, es kann auch bei unzureichender Geschwindigkeit passieren dass das Auto einsinkt und komplett von den Fluten verschlungen wird.
Auf unserem Weg zum nächsten Aussichtsfleck sind wir dann in eine heikle Situation gekommen. Unser Auto ist mit den großen Sandmengen nicht mehr zu Recht gekommen und ist ca. 50cm vor dem Wasser stecken geblieben.
Da Ebbe grade vorbei war und das Wasser wieder anstieg hatten wir äußerst großen Zeitdruck.
Der Geländewagen hatte sich soweit in den Sand gegraben dass die Räder zwar frei fahren, sich aber nicht mehr drehen konnten da die Achse im Sand steckte.
Da wir alle keine Lust hatten unser Auto in den Fluten des Südpazifiks untergehen zusehen (und die Rechnung zu bezahlen) habe ich Schaufeln, Teller, Löffel und Pfannen verteilt. Wir haben umgehend angefangen das Auto von Sand zu befreien, doch das Wasser kam näher und näher. Schlussendlich hatten wir das Auto mehr oder weniger frei und beim zweiten Versuch gelang es uns aus der heiklen Angelegenheit zu entkommen.
Wir sind umgehend erst mal an Seite gefahren um den Puls wieder herunter zu schrauben. Danach ging die Reise über die Insel weiter und wir sind in einem Camp auf einen Einwohner der Insel getroffen. Dieser kommt gebürtig aus dem Norden des Kontinents aus der Gegend um Darwin sein Name war Daniel.




Obwohl der Name nicht sehr nach Aborigines klingt, kannte es sich sehr gut im Dschungel und mit seiner Kultur aus.
Er hat uns eine kleine Unterrichtsstunde im Yidaki spielen. Yidaki ist der eigentliche Name des Digeridoos. Digeridoo wird es nur genannt da es ein üblichen Rhythmus gibt den man mit dem Yidaki spielt der sich nach „Di-ge-ri-dooo“ anhört. Als die ersten Europäer diesen Klang gehört haben nannten sie das von Termiten durchfressene Instrument unter dem Namen wie wir es heute kennen. Weiterhin hat er uns etwas über die Geschlechterstellung und Machtverhältnisse in den Aboriginestämmen erklärt. Zum Beispiel ist es einer Frau nicht gestattet ein „Yidaki“ anzufassen. Genauso wenig ist der Mann befugt eine Tierhaut, die sich die Frauen über die Oberschenkel spannen und als Trommel benutzen, zu berühren. Zuwiderhandlung kann mit dem Tod bestraft werden. Die Linien sind strikt getrennt. Es gibt Dinge die nur die Männer etwas angehen. Genauso gibt es auch viele Dinge die nur den Frauen vorbehalten sind.
Dies geht dabei also weiter als nur das alte Bild von: Mann -> Jagd und Frau -> Essen zubereiten.
Des Weiteren hat uns Daniel noch verschiedenen wilde Pflanzen und Beeren gezeigt die rundherum auf der Insel wachsen. Viele dienen hierbei als Nahrung oder als Medikamente.
Wenn man jedoch ein großer uns starker Aboriginie werden will, braucht man mehr als nur Beeren. Deshalb haben wir uns Kriegs- bzw. Jagdbemalung zulegen lassen.




Diese darf man sich nicht alleine auftragen. Die Bemalung soll stets von einem anderen Mann erfolgen. Hierbei dürfen Männer wieder keine Frauen schminken und andersherum. Der weiße Streifen steht entweder für einen Krieger oder bei nicht kämpfenden Männern für den Horizont und ein ausgeglichenes Gemüt.
Mit dem Bumerang bewaffnet sind wir dann auf ein freies Feld gegangen und haben uns an den Jagdtechniken versucht. Die ursprünglichen Bumerangs waren deutlich schwerer und größer als die die wird kennen.
Außerdem ist es nicht möglich diesen Jagdbumerang so zuwerfen dass er wieder zurückkommt. Dies wird lediglich als Spielzeug und Trainingsgegenstand benutzt.




Zu Abschluss des Tages ging es dann noch mal auf einen höheren Punkt der Insel der hervorragend als Aussichtspunkt diente.



Als dann so langsam dunkel wurde haben wir uns direkt am Strand ein Zeltplatz gesucht. Es wurde äußerst schnell dunkel und um das Zelt auf zubauen haben wir das Licht von unserem Geländewagen angelassen. Nachdem das Zelt stand und das Essen fertig war habe ich aus Neugier mal die Autobatterie gecheckt und diese war nach 45 Minuten leer.
Wir wussten also dass wir nächsten morgen nicht einfach losfahren konnten sondern Starthilfe brauchten. „Alles nicht so schlimm“ dachten wir uns und haben uns nach einem langen Tag schlafen gelegt.
Zirka um 3.00h nachts wurde ich unsanft aus meinem Traum geweckt. Ich habe nur noch aufgeguckt und das schlimmste Unwetter gesehen dass ich jemals draußen erlebt habe. Das Oberzelt schützte nur noch die Hälfte von unserem Schlafbereich und der Wind wurde stärker und stärker.
Nach ungefähr 15 Minuten erbittertem Kampf gegen die Naturgewalten und 50m² PVC haben wir das Zelt unter das Auto geschliffen und uns im Auto in Sicherheit gebracht. Wir waren alle vom Regen durchnässt und unterkühlt. Wir haben uns nur noch auf die Sicherheit und Heizung im Auto gefreut. Da so eine Autoheizung aber nicht ohne Energie in der Autobatterie funktioniert war das Auto als Unterkunft schlagartig unattraktiv da es nicht sonderlich wärmer als draußen war. Uns blieb nur noch das Feuerwerk von Blitz und Donner draußen zu beobachten und zu versuchen etwas im Auto zu schlafen. Ich war so übermüdet und unterkühlt dass ich mir Pläne ausdenken wollte mit Hilfe der Blitze die Autobatterie aufzuladen. Dies blieb aber erfolglos und die Zeit bis Hilfe eintraf musste so verbracht werden.



Nach drei Stunden Halbschlaf konnte wir einen sympathischen Australier anhalten der uns Starthilfe geben konnte.

Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück auf in den Regenwald der Insel gemacht. Hier haben wir zwar leider keine exotischen Tiere sehen können jedoch war es echt schön die Flora und Fauna im Regenwald auf eine Faust zu erkunden.








Zum Abschluss der Tour sind wir noch zu einer besonderen Stätte der Aboriginies gepilgert. Sie hieß „Lake Wabby“ und ist ein eiskalter See in Mitten der Insel. Wenn Männer des Stammes auf der Insel in die Gesellschaft eingeführt werden findet dieses am Lake Wabby statt.



Leider wird dieser See in den kommenden 10 Jahren durch den Sand der sich auf der Insel ausbreitet zugeschüttet sein und nicht mehr zu sehen sein.
Als letztes Highlight haben wir uns dann noch ein wunderschönes Fleckchen aufgehoben. Obwohl es der bekannteste See auf der Insel ist und er Streckenweise überfüllt ist wie der Ballermann6 zur Hochsaison haben wir ein bisschen weiter ein ruhiges Örtchen gefunden.




Mit diesem wunderschönen Blick habe ich das Kapitel „Fraser Island“ dann abgeschlossen. Es war ein herrlicher Fleck Erde obwohl es teilweise sehr überfüllt war. Trotz alledem war es ein weiteres tolles Erlebnis.

Der letzte Plan war grade um da stand der nächste schon vor der Tür.
Bevor wir auf die Sandinsel gefahren sind haben wir uns ein Busticket von Hervey Bay 380 Km Südlich nach Brisbane gekauft. Dies ist zwar der unspektakulärste Weg Australien zu bereisen, jedoch war es der einzige der aus dem kleinen Nest herausführte.
Das Angebot dass wir uns herausgesucht haben startete nächsten morgen um 6 Uhr. Somit mussten wir 12 Stunden totschlagen und dies durch die Nacht. In ein Hostel konnten wir nicht mehr einchecken da in dem kleinen Ort nichts mehr frei war.
Somit habe ich mit meinen zwei Reisepartnern Michael (Belgien) und Marko (Köln) die Nacht im Busreisecenter verbracht. Wir waren jedoch nicht die einzigen die diese Idee hatten und somit bekam das Warten auf den Bus gleich ein angenehmeres Flair.



Ich und mein Reisekollege Michael konnten es uns dort jedoch nicht wirklich gemütlich machen und beschlossen daher einfach die kommenden 12 Stunden wach zubleiben. Da dieser Tag ja unfreiwillig um 3.00h morgens angefangen hatte, waren wir schon gegen 21h äußerst müde.
Schnell nachgedacht, was hilft bei Müdigkeit? Genau. Kaffee! und zwar viel davon.
Glücklicherweise hat die große Restaurantkette über dem weltweit das große, gelbe M scheint 24 Stunden geöffnet.
Dort angekommen haben wir uns äußerst gut mit der Bedienung verstanden und Amanda hat uns gleich kostenlos mit Kaffee, Kuchen und weiteren Snacks versorgt.




Insgesamt haben mir 6 doppelte Espresso geholfen die Nacht durch zu stehen. Mc Donalds hat uns somit die Nacht gerettet.



Den letzten Kaffee mussten wir uns dann zu Fuß am Macdriveschalter abholen.
Gut gestärkt ging es dann auf die Busreise weiter in den Süden.

In Brisbane angekommen tat es äußerst gut mal wieder Zivilisation zu sehen. In den letzten Wochen hatte ich kein Haus mehr gesehen das höher als 20 Meter war. In der 1,8 Millionen-Einwohner-Stadt haben wir 5 Tage inkl. Weihnachten verbracht.
Über die „besinnlichen Tage“ hatten ich die Idee den herzensguten Australiern etwas zurückzugeben. Meine zwei Reisekollegen haben sich angeschlossen und zusammen haben wir alle Obdachlosenheime, Kirchen, Wohltätigkeitseinrichtungen und Krankenhäuser abgeklappert ob wir über Weihnachten Essen an Bedürftige ausgeben können.
Leider musste man sich für solche Dienste zirka 3 Monate vorher anmelden. Demnach konnten wir keine gute Tat vollbringen.
Im Gegenzug haben wir im Hostel 4 Schweden kennen gelernt mit denen wir dann Weihnachten auf Schwedisch gefeiert haben.



Schwedisches Weihnachten ist nicht sehr anders als deutsches, jedoch gibt es viele kleine unterschiede die zum Beispiel gleich beim Essen anfangen.
Wir hatten Köttbullar, die viele wahrscheinlich viele von einem anstrengenden IKEA-Besuch kennen, sowie Kartoffeln mit einer Art Heringsdippsoße. Dann gab es Salat und Knäckebrot mit Käse. Zwischendurch gab es Julmust, welches eine spezielle Weihnachtslimonade ist die es nur zur dieser Jahreszeit gibt.



Ein weiterer Unterschied waren natürlich die Lieder die gesungen wurden. Diese waren natürlich auf Schwedisch und waren daher für uns nicht leicht mit zu singen aber hört es euch am besten einfach selbst an:







Nach dem ersten Song wurde dann noch eine Art Weihnachtspunsch Namens „Glogg“ getrunken. Vollkommen gestärkt ging es dann ans bekannte Schwedische singen und tanzen um den Weihnachtsbaum mit noch mehr Liedern. Alle fassen sich dabei an den Händen und tanzen um den Baum, danach wird in einer Art Karawane das ganze Haus abgelaufen. Es hat richtig Spaß gemacht mal anderes Weihnachten feiern zu können. Wir konnten zwar keinen Obdachlosen helfen, dafür hatten wir hatten internationales Fest was mindestens genau so schön war.


Am nächsten morgen wurde dann alles in die Wege geleitet um eines der besten Abenteuer zu starten die ich bis jetzt auf meiner Reise erlebt habe.
Mir ist die Idee dazu auf dem Segelboot gekommen, während einer Unterhaltung wo wir denn Sylvester verbringen wollten.
Ich hatte immer davon geträumt die großen Feuerwerke von Sydney sehen zu können daher sprach ich mich definitiv für die Sydney aus.
Die Frage war nun wie wir von Brisbane die 1000 Kilometer nach Sydney kommen, und da setzt das Abendteuer an.








Noch mal den Inhalt aus dem Video zusammengefasst:
Ich hatte die Idee ein Rennen aus der Strecke zu machen. Bei diesem Rennen gab es nur zwei Regeln.
Regel 1.) Kein Geld für reisen ausgeben.
Regel 2.) Jeweils ein Beweisfoto in den Städten: Surfers Paradies, Byron Bay, Port Macquarie und Newcastle (auf dem Weg nach Sydney) schießen.
Hierbei werden nun natürlich einige Stimmen laut die die Unsicherheit dieser Aktion betonen.
Die beiden Kontrahenten waren sich jeglicher Gefahr bewusst und brauchen von daher keine warmen Worte mehr. Wer jedoch immer noch Zweifel hat soll sich diese Geschichte anhören. Wenn man dann immer noch von der mangelnden Sicherheit überzeugt ist, dann muss man es einfach selbst erleben.




Auf dem letzten Foto strahlen wir noch zusammen, dann war es der 26.12.2008 um 10h morgens und das Rennen konnte beginnen.
Unsere Wege trennten sich von nun an und wir wussten dass wir uns erst wieder 1000 Kilometer südlich sehen werden.

Marko zog also davon ins Gewusel der Großstadt und ich machte mich auf den Weg zu einem Restaurant wo die großen Lastwagen die Stadt durchqueren.
Es kostete mich die ersten 2 Stunden um dort anzukommen.
In der Stadt hatte ich definitiv kein Glück. Somit bin ich bis zu dem „Truckstop“ gelaufen was aber eine gute Gelegenheit war Brisbane kennen zulernen. Bei meinem ersten Ziel angekommen habe ich vergebens auf „Brummifahrer“ gewartet. Nur ein Mann sprach mich an ob er mir helfen könne.
Ich schilderte ihm kurz meine Situation, dass ich mich in einem Rennen befinde und dass ich versuch nach Surfers Paradies zukommen (siehe Karte). Der Mann lachte interessiert und sagte zu mir dass kaum LKWs zur Weihnachtszeit auf der Strecke seien.
Er bat mich kurz um einen kleinen Moment für sich, derweil ruf er seine Frau an und ich hörte ihn nur am Telefon sagen:
„Hey Schatz, ich komme so 3-4 Stunden später. Ich muss grade nen’ Typen nach Surfers Paradies bringen. Bis später. Ciao“
Ich war Baff. Guckte ihn an klopfte ihm auf die Schulter und bedankte mich.
In diesem Moment klingelte auch mein Telefon und mein Kontrahent machte mir klar dass das Wetter in Surfers Paradies sehr schön sei.
Dies spornte uns im Auto nur an und 1 ½ Stunden später war ich auch schon in Surfers Paradies.



Grade als ich das Geräusch des Auslösers meiner Kamera hörte um dieses Foto zu schießen, hörte ich ein klingeln aus meiner Hosentasche.

Marko schrieb mir um 14h also 4 Stunden nach Start des Rennens dass Byron Bay ein schönes Örtchen sei. Er war also schon bei der zweiten Station angekommen.
In diesem Moment hab ich mir gedacht dass er sich irgendwo ein Flugzeug geliehen hat, aber alles ist mit rechten Dingen zugegangen.
Anstatt zu resignieren hat mich das nur angespornt und gegen 5 Uhr habe ich es auch weiter zu zweiten Stopp geschafft.
Eine junge Mutter wollte mich eigentlich nur die halbe Strecke mitnehmen da sie gleich dazwischen wohnte.
Wir haben uns aber kurzum in ein gutes Gespräch vertieft und sie meinte dass sie mich auch grade den ganzen Weg (plus 100 Kilometer) bringen kann.




Als ich dieses Mal das Zwischenziel erreicht habe blieb das Handy still.
Marko hatte sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und hat sich in Byron Bay eine Unterkunft gesucht. Nach kurzem Überlegen auch dort die Nacht zu verbringen habe ich mir den Gedanken gleich aus dem Kopf geschlagen und habe eine Nachtwanderung der Sonne entgegen gestartet. Sydney war nämlich noch 772 Kilometer entfernt und da hab ich die Gelegenheit am Schopf gepackt und bin in Führung gegangen.
Nach einem zweistündigen und strammen Fußmarsch von Byron Bay nach Bangalow (einem kleinen 1000 Seelendorf) wollte ich mir Essen und Wasser für die Nacht zulegen. In einem Sportlerheim habe ich dann jedoch den wohl amüsantesten Fahrer kennen gelernt.




Er und seine Familie waren äußerst amüsiert von meiner Geschichte und haben mich zum nächst größeren Ort gefahren sodass sich meine weitere Nachtwanderung erübrigt hat. Dort in Ballina angekommen habe ich geschlagene 3 Stunden an einer großen Tankstelle verbracht bis ich die perfekten drei Reisepartner gefunden habe.



Die drei Koreanischens Jungs aus Südkorea genauer aus Seoul und Busan.
Das Trio wollte mich eigentlich auf ihrem Weg nach Melbourne bis zum nächsten Stopp „Port Macquarie“ mitnehmen.
Als wir dort angekommen sind lag es an mir den ersten Anruf zu tätigen. Ich habe Marko morgens mit einem lieben Gruß aus Port Macquarie geweckt.



Mit den Koreanern sprach ich dann noch mal über den Weg und da die Jungs mit mir übereinstimmten dass der Weg entlang der Küste spannender ist als der durchs Inland lag Sydney auf ihrem Weg.
Die letzten 400 Kilometer wurden somit angebrochen. Am morgen ging es die Küste weiter runter bis nach Newcastle und das vierte und letzte Zwischenziel war erreicht.

NEWCASTLE VIDEO





In Newcastle hatten wir dann keine Zeit zu verschwenden und es ging nach einem kleinen Blick auf die Karte



weiter zum großen Ziel im Süden: Sydney.

Am 27.12.2008 um 16.00h habe ich dann nach nur 30 Stunden aber 1000 Kilometern das Finale erreicht und das letzte Bild geschossen.



Die Freude war groß der Blick fantastisch und das Telefonat mit Marko nach den aufregendsten 30 Stunden eine große Genugtuung.
3 Tage später kam auch er in Sydney an, er hat sich allerdings dann etwas Zeit gelassen.

Dies waren auf jeden fall mit die besten 30 Stunden die ich bis jetzt verbracht habe. So lernt man ein Land und seine Leute richtig kennen. Es ist genau das was ich unter einem anständigem Trip vorgestellt habe und wenn man ein Bild im Kopf hat dann muss man einfach nur raus gehen und es verwirklichen. Manchmal ist es sogar echt so einfach wie es sich nun anhört.

Nun bin ich in Sydney angekommen und hier werde ich mich für eine längere Zeit niederlassen und die Stadt kennenlernen.

Der nächste Blogeintrag wird schon bald folgen.
Dann die Abenteuer zur Jahreswende, neue Bekanntschaften und kleine feine dufte Anekdoten.

Ich grüße euch alle herzlichst aus dem wunderbaren Sydney und freue mich über eure Anteilnahme aus fernster Distanz.
Ich hoffe euch geht es allen gut.
In kurzer Zeit wieder einschalten!

Gruß und Kuss
Dein/ euer

Kev in Sydney

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Dienstag, 16. Dezember 2008
Cairns to Hervey Bay
Dienstag, 16. Dezember 2008, 13:53
Einen wunderschönen Gruß aus dem knallheißen Australien.
Nach langer Abstinenz bin ich nun wieder im Blog zurück.
In der Zwischenzeit ist eine ganze Menge passiert. Der Unterschied ist natürlich erstmal gewaltig.
Nicht nur dass es in Japan ca. 15 Grad waren und hier gefühlte 35°C,
die Menschen hier sind mindestens um den gleichen Faktor lockerer und einfacher als in Nippon. 125 Millionen Japaner über ihr Land verteilt gegenüber 20 Millionen in ganz Australien machen doch auch einen Unterscheid aus.
Zum Vergleich: alleine das Einzugsgebiet Tokio zählt ca. 38 Millionen fleißige Arbeiter.
Cirka doppelt so viele wie in ganz Australien. Der Vergleich zur Landmasse ist auch gewaltig. Japan ist 377.835 km² groß im Vergleich dazu hat Australien eine Landmasse von 7.692.030 km². In Japan bin ich 5100 Kilometer Kreuz und Quer über die Insel gereist. Der Weg von Cairns nach Sydney also nur die Ostküste runter sind schon ca. 3000 Kilometer.

Abgeschiedenheit ist demnach hier leicht zu finden. Nach 6 Wochen viel zu vielen Leuten tut dies hier jedoch einfach mal gut. Der Nachteil ist jedoch dass man nicht immer und überall Handy und Internetempfang hat.
Dies ist aber auch nicht immer nötig. Zeit für sich alleine braucht man ja nun auch mal aber dazu später mehr.

In Narita dem Internationalen Flughafen Japans habe ich meine letzten Yen dann noch mal für das letzte Sushi auf asiatischem Boden ausgegeben, und es hat sich gelohnt.

sushi

Dort bin ich dann in einen unglaublich komfortablen Flug mit der australischen Fluggesellschaft Qantas gestartet. Diese ist trotz den letzten drei negativ Schlagzeilen die sicherste Airline der Welt. Während dem Flug von Japan nach Australien hatte ich die ganzen sieben Stunden 3 Sitzplätze für mich sodass ich äußerst gut schlafen konnte.

Der erste große gelbe Punkt im Norden markiert die 156.000 Einwohner starke Stadt „Cairns“. An dieser Karte könnt ihr sehen wo sich meine Reisegeschichtchen ereignet haben.


cairns


Endlich auf australischem Boden in Cairns angekommen wartete schon ein kleiner Bus auf mich der mich vom Flughafen in die Stadt zum Hostel gebracht hat.
Cairns an sich hat nicht besonders viel zu bieten. Die Attraktionen um die Stadt sind es die den Ort interessant machen. Das Unesco Weltkulturerbe und wohl bekannteste Schnorchelparadies ist hier perfekt zu erreichen. Das „Great Barrier Reef“ erstreckt sich etwa über eine länge von 2000 Kilometer. Die gesamte Strecke von Cairns bis Hervey Bay.
In Cairns habe ich dann einen Tauchgang gestartet und mir das farbenfrohe Paradies angeschaut.
Hier nun leider keine persönlichen Bilder weil meine Kamera unter Wasser nicht so gut funktioniert.


reef


reef2


Insgesamt habe ich ganze drei Wochen in Cairns verbracht.
Dies ist vielleicht etwas lange jedoch habe ich hier auf meine Steuernummer warten müssen und dass die Westpac Bank mir mein Konto eröffnet.
Außerdem brauchte ich ein bisschen Zeit um mich hier an den australischen Lifestyle zugewöhnen. Dieser ist schon unglaublich anders zum deutschen und zum japanischen sowieso. Obendrein waren die Leute die ich hier im Hostel kennengelernt habe unglaublich toll. Ich habe nun zwei Schlafmöglichkeiten in Kanada. Eine im englischen und eine im französischen Teil. Ich will nun unbedingt mal nach Kopenhagen und den amüsantesten Holländer hab ich auch nun als Freund gewonnen. Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit im Caravella 149.


caravella


Um Cairns herum gibt es die so genannten „Tablelands“. Hier existieren viele Seen in Subtropischer und wüstenartiger Umgebung.
Viele organisierte Touren führen dadurch weil Australien nun mal das Mekka der Backbacker (Rucksacktouristen) ist.
An einer weiteren Kaffeefahrt wollte ich aber nicht teilnehmen und hab mir mit einem Kanadier Rennräder gemietet. Wir haben uns auf zum „Lake Barrine“ gemacht. Dieser lag
50 Kilometer südlich und 700 Meter höher als Cairns.


bike

20 Kilometer der Strecke zu unserem Ziel ging Berg auf und sah wie folgt aus.



Nach einem langen harten Anstieg unter australische Sonne, 10 Litern Wasser, einem geplatzten Reifen und 5 getrampten Kilometern haben wir nach 4 Stunden endlich das Ziel erreicht.



pelikan


Der Weg zurück war dann durch 20 Kilometer Berg ab nicht mehr so anstrengend wie der Hinweg. Es war aber um ein vielfaches aufregender die Gegend selbst kennenzulernen als von einem genervten Fremdenführer durchgeschleust zu werden.
Ab da an habe ich auch beschlossen für die weitere Zeit die Sachen lieber selbst zu erkunden als eine von den hunderten backpackergerechten „Adventuretouren“ zu folgen.

Nach knappen 100 Kilometern zurück im Hostel angekommen gab es nur zwei Sachen die gemacht werden mussten essen und schlafen.
Einen Tag drauf stand nämlich ein Internationales Fussballtunier in Cairns auf dem Programm.
Ich habe mich mit 3 Engländern, einem Schweden und einem Holländer zusammen getan und den „Cup nach Hause geholt“.
Der erste Preis den wir dort gewonnen haben war ein 100 Dollar Sportlergutschein
für den größten Pub in der Stadt. Natürlich haben wir die 100 Dollar dann dort nur für isotonische Energiedrinks mit Hopfenzusatz ausgegeben;).

Die erste Woche ist somit äußerst voll gepackt zu ende gegangen.
Die Zeit ging ins Land und schon war der 24 da und ich hatte Geburtstag.
Ich möchte mich hier noch mal für die lieben Grüße bedanken.
Alles was an meine deutsche Handynummer geschickt wurde konnte ich jedoch nicht bekommen weil ich mir hier eine australische Nummer zugelegt habe. Schickt mir einfach eine Mail wenn hier diese noch nicht bekommen haben solltet.

Mein Geburtstag habe ich hier dann mit einer amüsanten Runde gepflegtem Golfsport begonnen. Obwohl er noch nie Golf gespielt hat, hat er sich verdammt gut geschlagen.
Das herumfahren mit den Golfcaddies (Golfwagen) ist meist noch der aller größte Spass.




Ich hab mich mit dem Dänen (Daniel im Hintergrund zu sehen) dannach noch auf eine kleine Rundtour begeben. Mit seinem Motorbike sind wir durch die Umgebung von Cairns gefahren.
Abends ging es dann mit allen Jungs aus dem Hostel zum Abendprogramm über.
Die internationalen Sportwochen gingen weiter. Das Abendprogramm bestand zu einem Teil aus einem dänischen Gentlemen-Ball-Sport-Flaschen-Lauf-Spiel was hier nicht zu erklären ist, und amüsanten musikalischen Cowboymomenten. Es war ein toller Tag.







Nach 3 Wochen im tropischen Norden habe ich mir dann eine Mitfahrgelegenheit richtung Süden gesucht. In jeder größeren Stadt (>50.000 Einwohner) gibt es ein großes schwarzes Brett mit Angeboten, Verkauf von Gegenständen und auch Mitfahrgelegenheiten um Spritkosten einzusparen.
Ich habe dann ein gutes Angebot gefunden. Der Reisekollege „William“ ist aber leider nie an sein Handy gegangen sodass es drohte ins Wasser zufallen.
Einen Tag vor der geplanten Abreise hatte ich ihn immer noch nicht erreichen können.
Im Hostel zog dann ein neuer Gast in unser internationales Zimmer.
Direkt bin ich mit ihm ins Gespräch gekommen. Als er mir gesagt dass sein Name William ist habe ich kurz überlegt und ihr gefragt: “William? Ist deine Handynummer 0411813505?“ (Diese hatte ich komischerweise im Kopf behalten)
Er hat mit lachen, „hell, ya mate“ geantwortet und gedacht ich würde ihm nachspionieren.
Ich hatte meinen Reisekollegen dann schließlich doch gefunden und wir konnten uns auf in den Süden nach Airlie Beach machen.




Auf dem Weg habe ich dann den australischen Linksverkehr mal aus Fahrersicht kennen gelernt.
Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten im Rechtsverkehr habe ich mich doch bestens auf der „falschen“ Seite geschlagen. Auf den knappen 700 Kilometern von Cairns nach Airlie Beach konnten wir viele kleine abgeschiedene Orte sehen. Außerdem ist es hier auf Australiens Straßen möglich für mehrer hundert Kilometer keine Tankstelle oder Wasserquelle zu finden.



Das Abendteuer ist also stets dabei. Besser als die organisierten Kaffeefahrten.
In Airlie Beach angekommen haben William und ich die Gegend mit einem Roller erkundet.




Wir haben uns Airlie Beach angeguckt, welches nicht osnderlich groß ist, und die anliegenden Örtchen wie zum Beispiel Shutehaven.
Die Gegend ist hier echt beeindruckend. Der Kontrast zwischen tief blauem Meer und wüstenartiger öder Landschaft ist fantastisch und die Leute sind überall sehr hilfsbereit, aufrichtig und nett.
Zurück im Hostel angekommen bin ich auf zwei französisch Sprechende Backpacker getroffen die grade ein Angebot für einen Segeltrip die Ostküste herunter anbieten wollten.
Da ich jedoch grade diese Form von Angeboten gesucht habe, die nicht kommerziell sondern privat veranstaltet sind, konnten die beiden mir das Angebot gleich in die Hand drücken.
Die Übernachtung im Hostel wurde rückgängig gemacht und ich war an Bord.



Die folgenden 14 Tage habe ich dann auf dem Segelboot verbracht und bin bis nach Hervey Bay gesegelt.
Die Zeit auf dem Boot war echt fantastisch. Der Skipper war ein Engländer der nach Australien ausgewandert ist. Sein Boot das „electric guitar fish“ heißt, ist ein 12 Meter langer Catermaran. (hier grade bei Ebbe) Neil, der Skipper, hat das Boot in Malaysia gekauft und ist den ganzen Seeweg von Malaysia über Indonesien, Bali und Ost-Timor nach Australien gesegelt.



Der große Vorteil an diesem Segelboot war die Freiheit immer dort hingehen zu können wo wir wollten. Somit war es uns möglich die großen Touristenzentren zu umgehen und die kleinen verschlafenen Inseln der Ostküste zu sehen.




Wenn man genau hinguckt kann man im rechten Bildrand einen kleinen weißen Fleck ausmachen. Nachdem wir auf der Insel die Sanddünen herunter gesurft sind und den Tag am Strand mit Schnorcheln verbracht haben sahen wir am anderen Ende des Sandes ein kleines Boot was wohl auf das Riff getroffen ist und dann ein feuchtes Grab vor Mid-Percy Island gefunden hat.
Die Küstenwache konnte auch nichts mehr machen und somit hat die australische See nun ein Schiffswrack mehr auf seinem Grund.
Die kommenden Tage haben wir Schildkröten



Delphine und hunderte beeindruckende Fische gesehen.



Nachdem wir dieses Paradies verlassen haben ging es wieder auf hohe See.
Dieses mal in Richtung Paradies 2.0. Die kleinen unbewohnten Inseln unterscheiden sich nur gering. Außerdem ist es erschreckend wie schnell man manchmal den Blick für etwas schönes verliert wenn man es ununterbrochen genießt.
Das nächste Highlight sprach auf dem Boot mehr die Jägerseele der Männer an. Es ist uns gelungen zwei riesige Hummer, einen Tunfisch und einen weiteren Südseefisch zu fangen.



Das war dann auf dem Boot das aller beste Abendessen was wir alle seit langem gegessen hatten. Unsere großen Bemühungen ums nächste Abendessen wurden uns dann obendrauf noch mit diesem Sonnenuntergang belohnt.



Während der Zeit auf dem Boot gab es neben den Segeltätigkeiten wie Anker lichten, Segel hissen, navigieren
und steuern auch viel Zeit zum lesen und entspannen.
Ich habe während der Zeit ein gutes Reisebuch gelesen.
"Into the Wild" von Jon Krakauer. Dieses Buch bzw.die Lebensart des Protagonisten hat mich sehr beeindruckt. (Wer das Buch kennt, keine Angst ich werde schon nicht so enden)
Ich werde meine Reise in Zukunft auch daher ein wenig von den Massen wegbewegen und vielleicht ein Stück von der Art wie Chris "Alex Supertram" McCandless neuen Leuten (nicht seinen Eltern!) begenete adaptieren.

Nach der ganzen Entspannung auf dem Boot sind wir den nächsten Tag in einen Hafen in Yeppoon eingelaufen und haben dort geankert (siehe erstes Bild vom Boot)
Nachdem das Wasser zurückgekommen war und wir wieder los segeln wollten hat der Wind gedreht. Dazu ist dann noch einer der beiden Motoren ausgefallen und wir mussten gegen den Wind den Hafen verlassen. Alles ist dann im Endeffekt schief gelaufen und wir wurden mit dem großen Catermaran unter eine anliegende Brücke getrieben.
Nun war also Teamwork gefragt und ich bin immer wieder erstaunt zu was Menschen in Extremsituationen fähig sind. Die ganze Crew hat unglaublich gut als Team zusammen funktioniert und mit dem Skipper zusammen gearbeitet.
Mit der Hilfe von einem Anwohner und vollem Einsatz ist es uns dann doch gelungen das Boot aus der Misere zu manövrieren. Ich habe dabei zwar etwas gelitten und werde 4 bis 5 Schrammen als Erinnerung davon tragen.



Es war aber einfach ein super Ereignis uns eine geniale Teamleistung.

In der nächsten Stadt angekommen haben wir das wohl größte Schlafzimmer Australiens gesehen. Hier schliefen schätzungsweise 3000 Fledermäuse mitten in der Stadt.





Hier in Australien gibt es mindestens genau so viele interessante Dinge zu entdecken wie in Japan. Sie sind zwar nicht so sehr „anders“ aber trotzdem beeindruckend.
Ich genieße alles noch mal hier Revue passieren zu lassen und euch daran Teil haben zu lassen.
Schreibt mir gerne mehr Feedback wie’s gefällt und euch so geht.
Auch gerne an meine E-mail Worldtrip@live.com

Ich freu mich was von euch zu hören

Liebste Grüße

dein/ euer
Kevin

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Mittwoch, 12. November 2008
Ay, mate?!
Mittwoch, 12. November 2008, 08:09
Guud murnin' mate
all right, ay?!

Nach entspannten 8 Stunden Flug bin ich also in Cairns gelandet.
Entspannt weil ich 3 Sitze für mich hatte und somit die ganze Zeit liegen konnte.
Der erste Tag hier war phantastisch.
Denn alle, wirklich alle sind im Vergleich zu Japan um
einiges Entspannter.
Vielen Dank für eure Kommentare. Freue mich über jedes
Lebenszeichen.

bald wird mal wieder ein längerer Artikel folgen,
aber dafür muss man ja auch was erleben, ay?!
also dann werde ich nun mal "recherchieren" gehen.
Liebsten Gruß aus 28°C Sonne.
euer Kevin

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