Worldtrip
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Sonntag, 9. November 2008
Sayunara Nippon
Sonntag, 9. November 2008, 10:52
6 Wochen neigen sich nun morgen dem Ende zu
und hier möchte ich mich nochmals verabschieden



vom Land der aufgehenden Sonne.
6 Wochen voller großer und kleiner Unterschiede und
Sehenswürdigkeiten gehen nun vorbei.

Ich verlasse Japan dann morgen Abend um 20.20h Ortszeit
in Richtung Cairns, Australien.




Da auf der Südhalbkugel die Jahreszeiten genau gegenteilig zu unseren sind, wird mich dort strahlender Sonnenschein und eine Durchschnittstemperatur von 30°C erwarten.
Ich hoffe der Schock wird nicht zu groß ausfallen denn hier sind es "nur" 15°C.

Japan war auf jeden fall eine Reise wert. Ich habe nicht nur viele tolle Sachen hier erleben und sehen können, sondern auch eine Menge persönliche Dinge für mich dazu gelernt.

Die Menschen die einen umgeben machen einen größeren Teil des Gesamtbildes aus als man eigentlich denkt.
Wer kennt das nicht: man freut sich auf einen schönen Besuch ins historische Paris, die Stadt kann man jedoch garnicht genießen weil so viele unglaublich unfreundliche Pariser um einen sind.

In der gleichen Situation habe ich mich hier auch manchmal gefühlt. Die Leute sind hier natürlich sehr freundlich, weil sie es sein müssen! Man ist hier nun mal freundlich, ob man es will oder nicht und man merkt, dass viele japaner garnicht wirklich wollen. Von Herzen freundlich sind meiner Meinung nach genauso viele wie auch in Deutschland.
Jetzt sagen sich sicherlich einige, ja wenn ich nicht freundlich sein will, dann bin ich halt eben unfreundlich, "is mir doch egal".
In Japan gibt es das Sprichwort:
"Auf einen Nagel der raussteht, wird draufgehauen"

Demnach ist es hier nicht immer die beste Lösung einfach strikt nach seinem Willen zu handeln, wenn man sein ansehen in der Gesellschaft nicht ganz verlieren will.
Sich dem Kaiser untergeben bzw. einer Autorität wie dem Chef o.ä. ist hier sehr stark ausgeprägt.
Es wird auch kaum öffentlich Kritik an der Regierung ausgeübt.
Vieles wird einfach so hingenommen wie es gesagt wird und so entstehen dann zum Beispiel Situationen wie diese:



Dort arbeiteten 11 Männer mittags an einem Stückchen Straße.
Auf dem Bild ist leider nicht zusehen, dass am Ende der Straße noch 3 Sicherheitskräfte warteten die den Verkehr von 3 Autos pro Minute regelten. Die ganze Crew aus 14 Männern arbeiten aber dann auch von 12 bis 5 Uhrs nachts.

Ich denke in Deutschland hätten sich längst entweder Arbeiter, Anwohner, Tierschützer oder andere Krakehler gemeldet.
Hier macht einfach jeder das was er machen soll und die anderen gucken weg und interessieren sich einfach nicht.

Asiatische Länder sind nun echt einfach anders.
Ich denke die westliche Kultur kann noch einiges von der östlichen lernen und andersherum.
Wir sind ja alle nicht perfekt.

Ich kann also nur jedem empfehlen sich in das Abenteuer
Asien zu stürzen. Es gibt viel zu sehen, viel zu lernen und sehr viel zu entdecken. Vorraussetzung ist jedoch dass man sich mit seinem westlichen Kopf auf Veränderung einlässt.

so long
bis bald
sayunara und dann heißt es ab morgen

g'day Mate
welcome to Australia

regards
Kevin

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Mittwoch, 5. November 2008
Barack did it!
Mittwoch, 5. November 2008, 06:58
Ich musste es mir zwar in japanisch anhören
aber die Freude war trotzdem riesig groß. Hier in Japan interissieren sich allerdings nur eine handvoll Leute für die Wahlen.
Trotz allem wird heute Abend gefeiert und ich blicke doch sehr zuversichtlich auf die nächsten, hoffentich, 8 Jahre.
Umso mehr freue ich mich jetzt auch auf ein demokratisches Amerika und würde jetzt am liebsten schon dort sein.

Die letzten Tage hier in Japan plätschern so vor sich hin.
Im Kopf bin ich schon in Australien.


so long
dein / euer
Kevin

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Samstag, 1. November 2008
Schlusspfiff
Samstag, 1. November 2008, 07:56
Der letzte Beitrag ist garnicht lange her, da sind die 14 Tage auch schon wieder um,
so schnell vergingen die letzten 7 Tage. Sie waren trotzdem so vollgepackt wie die ersten.
Ihr könnt es wie gehabt auf der Karte mitverfolgen.



Ich knüpfe also am letzten Beitrag an:

8. Tag (zweiter Teil)

Die Hafenstadt Fukuoka hatte neben leckerem Essen und einem Hafen auch die ersten
Palmen zu bieten die ich auf meiner Reise gesehen habe.



Fukuoka bzw. auch Hakata genannt ist eine wichtige Hafenstadt Südjapans und eröffnete Handelsbeziehung
Richtung Oakland, Californien aber auch Korea und Russland.
Dort gibt es außerdem eine große Messehalle die sogar den deutschen Namen "Fukuoka Messe" hat.
Ich dachte mir ja das scheint ein Zeichen zu sein.
In der Messehalle wartete eine Fachmesse für Frästechnik auf mich, die so spannend war wie
die hunderste Tütensuppe die ich auf der Reise verspeist habe.

Ich habe mich also wieder in den Zug gesetzt die übrigens nicht nur von außen unglaublich aussehen, guckt euch mal an wie man dort so reist:



unglaublich

FUKUOKA - BEPPU

Ich ließ die
zweite Woche erstmal entspannend beginnen. Da ich mich auf der südlichsten Insel Japans befand genauer gesagt in Beppu. Der Ort der im Vergleich zu allen anderen Städten ein Dörfchen war wird auch Beppu Spa genannt. Er ist bekannt für seine heißen Quellen.
Im Hostel, wo ich die Nacht verbracht habe, habe ich zwei Spanier aus Mallorca kennengelernt.
Glücklicherweise hatten wir den gleichen Plan am nächsten Tag eine der natürlichen heißen Quellen aufzusuchen.
Doch vorher wollten wir erst mal zusammen etwas essen gehen. Dieser Ausflug hat sich als ungeahnt amüsant
entuppt.
Wir drei haben ein kleines japanisches Restaurant gefunden in dem nicht viel los war.
Der Chef (43 Jahre alt, sah aus wie 27)



und einzige Mitarbeiter des Ladens war gut drauf und hat uns ein Barbeque für drei Mann angeboten.
Wir drei kannten jedoch japanische Portionen, die normalerweise klein ausfallen, und hatten großen Hunger.
Trotzallem haben wir eingewilligt und eines der besten Abendessen in der ganzen Zeit gehabt.
Das Fleisch war unglaublich zart und voll im Geschmack. Mit Sojasoße und Sesamkeimen sowie
Reis und Gemüsesuppe wars einfach lecker.

Nachdem wir gut gegessen hatten, bot uns der Chef Sake (japanischer Reisschnaps) an, der auf's Haus ging.
Mit drei europäischen Mägen gewappnet sind wir drei dann ins Abenteuer Sake gestartet.
Der Chefkoch begann uns den ersten Reiswein einzuschenken und war erstaunt wie
nüchern wir drei diesen vertrugen. Nach einiger Zeit ließ er dann davon ab unsere Reaktion auf
japanischen Alkohol zu testen und hat uns die 3Liter Flasche 20 Jahre alten Premiumsake dort stehen lassen.
Der Abend war weiterhin, wie ihr euch denken könnt, äußerst amüsant.




9. Tag

Am nächsten morgen zollten wir dann Tribut vom Abend davor und sind etwas später gestartet als eigentlich
geplant. Der Weg zu unserem Ziel, war lang und äußerst steil hat uns aber unterwegs mit solchen Ausblicken belohnt.






Glücklicherweise mussten wir nicht die ganzen 1,5 Std. wandern denn ein Familienvater hat uns ein Stück mitgenommen.



Nach der anstrengenden Wanderung war es dann einfach nur herrlich sich
in eine tolle natürliche heiße Quelle setzen zu können.
Es ist ein großer Unterschied ob man in ein "Onsen" (Badehaus) geht und dort drinne in den angelegten
Becken und Umkleidekabiene entspannt, oder sich nach einem langen Fußmarsch in eine natürliche
heiße Quelle mit atemberaubendem Blick in die Natur setzt.
Der Weg war anstrengend doch es lohnt sich nun mal für schöne Sachen hart zu arbeiten...





Nach diesem Entspannenden Ausflug sind wir dann in die Stadt Beppu gefahren und
dort dampft und qualmt die ganze Umgebung.





Da die ganze Stadt in einem Vulkangebiet des Mt. Aso liegt wird das Grundwasser erhitzt und steigt durch
etliche Poren auf an die Oberfläche.
Überall kann man somit Naturschauspiele betrachten die das Wasser auf über 90°C erhitzen (wo die Anwohner ihre Frühstückseier drinne kochen)



oder Ton so heiß wird so dass er wie eine Tomatensuppe brödelt.



Nach 5 Stunden Natur und Spektakel haben wir drei uns dann wieder in den Zug gesetzt und sind von


BEPPU SPA - NAGASAKI


aufgebrochen.


10. Tag

Von der Idyllischen Atmosphäre ging es nun komplett ins Gegenteil, nach Nagasaki.
Nagasaki wurde 9. August 1945 Ende des zweiten Weltkrieges von der zweiten amerikanischen Atombombe, nach Hiroshima, getroffen.
Das Museum mit der Gedenkstätte dazu war sehr spannend. Interessant war zum Beispiel dass Atombomben 600 Meter
über der Oberfläche explodieren um die 5000°C heißen Hitzewellen weitläufiger zu verteilen.
Auch alle elektrischen Gegenstände werden durch elektromagnetische Wellen außergefecht gesetzt.



Diese Uhr zum Beispiel blieb genau beim Einschlag um 11.02h stehen.
Klingt sehr martialisch war aber doch interessant und hängt ja auch von Entwickelung bis zum Einsatz mit unserer Geschichte zusammen. Alles war sehr tiefgehend und zeigt einem nochmals den Schrecken des zweiten Weltkrieges aus einer dritten Perspektive.

Das historische Programm ging dann weiter, der Superexpress hat uns dann in die
nächste Stadt auf diesem Gebiet gebracht, Hiroshima.


NAGASAKI - HIROSHIMA (Shinkansen)


11. Tag

Nagasaki lag hinter uns, das bekanntere Opfer jedoch noch davor.
Direkt hintereinander wollten wir jedoch nicht die geballte Ladung zweiter Weltkrieg
und sind daher früh morgens zu einem der bekanntesten und dem dritten "schönsten Platz Japans" gefahren.



Dieser nennt sich Miyajima und ist ein im Wasser schwimmender Torii. Ein Tor aus Holz welches den Eingang eines Shinto-Tempels markiert.
Bestimmt habt ihr dieses Bild schon einmal gesehen denn es ist eines DER Wahrzeichen Japans.



Die Überdachten Wege vom schwimmenden Torii zum Schrein





Nach diesem schönen Ausflug per Boot zum Shintotempel ging es wieder an die Geschichte und zum Ground Zero
und zum zweiten Atombombenmuseum, dieses Mal in Hiroshima.
Das Hypozenrum bezeichnet den Ort auf der Erdoberfläche über der die Atombombe explodiert ist und
and diesem Fleck steht in Hiroshima eine Gedenkstätte und ein Park des Friedens.

Die Gedenkstätte ist die alte japanische Industrie- und Handelskammer die den Einschlag mehr oder weniger überstanden hat.





Auch dieses Museum war sehr interessant und auch zum Glück in englisch.


Eine Explosion, und nichts steht mehr. Unglaublich wie viel E=mc² auslöschen kann... Bohr und Einstein wollten das sicherlich nicht.


erster Test nach dem 2. Weltkrieg
Atombombe (bzw. Wasserstoffbombe auf dem Bikiniatoll)


Bei noch mehr Interesse schickt mir einfach ne Mail.

Zug fahren in Japan ist echt ein Erlebnis und dieses Bild dokumentiert nochmals eine andere amüsante Seite.
Das Bild spricht einfach nur Bände für die Perfektion die hier manchmal hervorschimmert.
So sieht nämlich eine anständige Schlange aus wenn man U-Bahn fährt!



unglaublich


HIROSHIMA - HIMEJI (Shinkansen)


Der Marathontag ging jedoch noch weiter und uns hat es noch zu einem der ältesten Bauwerke Japans aus dem 17. Jahrhundert verschlagen.
Die Burg Himeji-jô in Himeji gilt als eine der schönsten Burgen des Landes und durch seinen architektonischen Stil als uneinnehmbar.






Der Tag lief mit der letzten Zugfahrt


HIMEJI - OSAKA (Shinkansen)

aus.
In Osaka bin ich dann nur noch kaputt ins Bett gefallen.
Dieses Bett war aber diesmal kein gewöhnliches japanisches Futon oder eine westliche Matratze.
Ich habe es endlich geschafft ein Capsule Hotel zubesuchen in dem ich verhältnismäßig
gut geschlafen habe.





Diese Hotels sind stets in der Nähe von Partyzonen zu finden da die Geschäftsleute,
wenn sie nicht grade auf dem Gehweg schlafen wollen,
sich schnell solch ein Kämmerchen mieten können.
Auch dies ist nun mal typisch japanisch und musste somit ausprobiert werden.

12. Tag

Am zwölften Tag der Rundreise habe ich dann die alte Handelsstadt Osaka kennengelernt.
Ich habe schnell gemerkt dass in dieser Stadt neben Business und Party nicht viel läuft.
Osaka hat einen riesen Hafen und war Dreh- und Angelpunkt der japanisches Wirtschaft.
Ich habe dort in Osaka dann noch die Universal Studios Japan besucht und den riesen Sportartikelhersteller
Mizuno als auch das Japanische World Trade Center


Mizuno links, WTC rechts

Nach diesem Ausflug ging es dann am Abend weiter


OSAKA - KYOTO (Shinkansen)


13.Tag


Die alte Kaiserstadt Kyoto ist vielen vielleicht durch das Kyotoprotokoll der Vereinten Nationen von 1997 ein Begriff.
Kyoto war von 794 bis 1868 Sitz des kaiserlichen Hofes und damit auch Japans Hauptstadt.
Dann hat sich jedoch alles weiter in den Osten Richtung "Edo" das heutige Tokio verlagert. Somit war auch der Kaiser
mehr in Tokio gefragt und ließ sich schlussendlich dort nieder. Denn in Japan ist immer dort die Hauptstadt wo der
Kaiser seinen Wohnsitz hat.

Auf dem Weg zum ehemaligen Wohnsitz des Kaisers musste ich eine Straße überqueren und dort geschah folgendes:



Es ist echt nicht normal, da stehen wirklich zwei Polizeibeamte und bestätigen nochmals das Ampelsignal dass die Autos auch wirklich fahren dürfen. Ich will nicht wissen wie viel Steuern die Japaner bezahlen müssen.

Dannach bin ich nun am ehemalige Schloss der Stadt angekommen und habe mir dieses auch natürlich angeschaut.




Wandmalereien im Wohnsitz des Shoguns,
(Ich nikks verstehen no Photografi)


Nachdem dieses mehrmals niedergebrannt ist, da früher stets alles aus Holz und Papier war,
und der Shogun immer in eine Übergangsresidenz umziehen musste hatte er es am Ende leid und
hat sich in der "Übergangsresidenz" niedergelassen.
Diese ist jedoch mindestens dreimal so groß wie die ursprüngliche Burg.


Der Palast des Kaisers teilt sich in drei Teile auf:

1.) Zeremonieller Teil, hier wurden Stadtsbesuche und besondere Feste gefeiert


2.) Der Wohnbereich des Shoguns, hier lebte der Shogun und spatzierte durch seine riesigen Gärten


3.) Der Wohnbereich der Frau und Familie, hier lebten Kinder und Ehefrau.

Der feine Herr lebte in einem Palast mit ca. 16 Zimmern stets alleine. Der Küchenbereich lag zuerst nahe des
Wohnbereiches des Kaisers. Dieser wurde jedoch wegen Angst vor Feuer durch einen weiteren Garten ersetzt und die Küche weiter entfernt neu gebaut.

Nicht nur dass der Kaiser alleine lebte, es gab sogar verschiedene Tore um in das Areal eintreten zudürfen.
Eines was nur für den Kaiser bestimmt war.
Eines was nur für die Frau und Kinder bestimmt war.


Tor für Familie

und eines was nur für Diener bestimmt war.
(Dadurch bin auch in eingetreten)

Es war auch für mich nicht leicht in das Areal hineinzukommen. Man muss sich
vorher beim dafür errichteten "Imperial Palace Office" eine Genehmigung einholen
den Palast betreten zudürfen.
Als ich auf dem Weg war mit diese zuholen, bin ich an den Mauern des Palastes entlang gegangen die durch einen kleinen Bachlauf (0,5 Meter) vom Gehweg getrennt waren. Auf dem Weg bin ich dann kurz über den Bachlauf auf die Mauerseite gesprungen und direkt ging ein Ohrenbetäubender Alarm los.
Binnen einer Minute standen zwei Polizeiwagen vor mir und 5 Polizisten.
Drei haben mich dann sofort nach meinem Ausweis, meiner Blutgruppe und meiner Aufenthaltsgenehmigung gefragt.

Ich durfte wohl die heiligen Palastmauern nicht berühren.



Die Polizisten haben jedoch direkt gemerkt dass ich kein Terrorist bin und nur Sightseeing im Schilde führte und wurden
gelassener. Nach dem ich sie dann scherzhaft gefragt habe ob sie auch meine Schuhgröße wissen wollen war das Eis gebrochen und ich durfte den Tatort verlassen.
Ich konnte mir zwischendurch das Lachen nicht verkneifen wie man wegen so etwas so ein Aufstand machen kann, aber hier in Japan sind die Behörden nun mal äußerst genau.

Zuletzt bin ich dann noch am Abend durch das alte Geishaviertel "Gion" spatziert und habe
zwei waschechte Geishas gesehen.
Diese werden von wohlhabenden Männern gemietet um das Abendentertainment zu sichern.
Eine dieser Damen kann pro Abend bis zu 5000€ kosten. Geishas darf man hierbei aber nicht mit Prostitution in Verbindung bringen.
Bei traditionellen Geishas besteht eine klare Trennlinie zwischen Kunst und Prostitution.
In den fünf Jahren ihrer Ausbildung lernt eine Geisha die traditionellen japanischen Künste wie Kalligrafie
(künstlerisches Schönschreiben), Ikebana (Blumensteckkunst) und das Spiel auf mehreren japanischen Musikinstrumenten.
Außerdem muss eine Geisha anmutig, charmant, gebildet, geistreich und schön sein.
Sie muss außerdem die Regeln der Etikette einwandfrei beherrschen und bei jeder Gelegenheit Haltung bewahren können.





In dieser Stadt die auch Stadt der Tempel genannt wird ist unglaublich viel historisches zu betrachten.
Leider konnte ich nur einen Tag hier verbringen und habe deshalb bei weitem nicht alles gesehen.


14. Tag


Am letzten Tag der Reise habe ich mich das letzte mal früh aus dem Bett gequält und eine 6 Stunden Zugreise Richtung
Mount Fuji unternommen.
Der heilige Berg westlich von Tokio ist wunderschön anzuschauen.



Leider war er bei meinem Besuch etwas wolkenbedeckt.
Ich hab doch keine Kosten und Mühen gescheut mich so in Position zubringen um euch das Ende des Berges unter der Wolken decke genau zu zeigen



Die Bilder sagen hier jedoch mehr als alle Worte von dem 3300 Meter hohen Heiligtum.



Um nochmal die ganze Pracht bei gutem Wetter zusehen
hab ich hier mal ein Archivbild herausgekramt:




Nach insgesamt 13 Städten in 14 Tagen und 5100 Kilometer gefahrener Zugstrecke bin ich nun wieder zurück
in Iidabashi im Herzen Tokios und verbringe nun hier die letzten 10 Tage bevor es in den
Flieger Richtung australischen Hochsommer geht.


Ich freue mich nun auf die anstehenden Wahlen in Amerika und hoffe diese hier gut Verfolgen zu können.
Bevor ich jedoch das liebe Land der aufgehenden Sonne verlasse, werde ich mich nochmals melden.


Liebsten Gruß
auch an alle die dies hier aus technischen Gründen nicht lesen können.
Bis bald

dein / euer
Kevin

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Freitag, 24. Oktober 2008
Halbzeit
Freitag, 24. Oktober 2008, 06:04
So nun ist die erste von zwei Wochen herum
also kommt hier mal der erste Zwischenbericht.
Nach 14 Tagen aufenthalt in Tokio bin ich dann unendlich
losgezogen um Japans andere Ecken kennenzulernen
und in einer Woche bin ich schon Recht gut herumgekommen.

Ich habe es hier mal auf der Karte festgehalten damit ihr die
Orte nachvollziehen könnt.



Unten folgt dann der Text dazu dann könnt ihr immer gucken von wo ich grade schreibe bzw.
wo die Bilder hingehören.

Also am

1. Tag:


ging es morgens früh um 7.02h los,
da dies doch Verhältnismäßig früh war habe ich beschlossen garnicht schlafen zugehen
und bin einfach die Nacht durch aufgeblieben was sich nachher auch ausgezahlt hat.
Ich bin also mit meinem Japan Rail Ticket was mit für 14 Tage erlaubt jede Bahn der Japan Rail Gesellschaft
frei zunutzen am 17.10.2008 gestartet.
Es ging von:
TOKIO - HACHINOHE (SHINKANSEN)

und

HANCHINOHE - SAPPORO

Das Shinkansen hinter der ersten Strecke bedeutet dass ich diese Strecke die ca. 450 KM lang ist
mit dem Japanischen Superexpress gefahren bin

shinkansen

und das nur in 3 Stunden.
Wie ihr seht sehen diese Züge echt abgefahren aus und sind atemberaubend schnell.
Diese Zügen fahren bis zu 250 Kmh der japanische Geschwindigkeitsrekord für Züge liegt jedoch bei
über 500 Kmh.
Für den zweiten Teil der Strecke habe ich dann einen "Bumelzug" nehmen müssen der 6 Stunden gebraucht hat.
Somit bin ich dann trotz des tollen Shinkansen 9 Stunden unterwegs gewesen. Jedoch muss man sagen
dass das Zugnetz hier und die Zugbegleiter unglaublich bemüht sind es perfekt zu machen. Fast alles was mit Fleiß perfekt zu machen ist, wird hier sehr genau genommen.
Ich bin dann gegen 18h Abends im Norden Japans angekommen wo ich dann direkt zu meiner
Bekanntschaft gelaufen bin die ich übers couchsurfing.com Experiment kennengelernt habe.
(wer mehr darüber erfahren will sollte es sich mal angucken oder ausprobieren es ist nur zu empfehlen
www.couchsurfing.com)
Ich habe also hier in Sapporo die Möglichkeit über couchsurfing gehabt bei "Amanda" eine Nacht zu bleiben.
Wir haben das hiesige Baseballteam beim verlieren zugeschaut gegessen und uns gut Unterhalten.


2.Tag

Den nächsten Tag bin ich dann zur Bier Brauerei von Japans bekanntestem Bier gefahren
das wie die Stadt "Sapporo" heißt.



Dort habe ich mir auf japanisch angeguckt wie das Bier gebraut wurde und habe nichts verstanden.
Da hier in den Museen wirklich alles nur auf japanisch ist.
Da mir meine Augen also nicht helfen konnten kulturelle Unterschiede festzumachen, musste ich dann
einfach auf meinen Geschmackssinn vertrauen und den Gerstensaft probieren.
Ich muss sagen dass das Bier hier doch schon mit unserem mithalten kann jedoch
können wir auf unsere Braukunst doch sehr stolz sein.
Es ist auch immer wieder lustig wie schnell Deutschland mit Bier in Verbindung gebracht wird.
Dadurch habe ich auch 5 Amerikaner aus Wisconsin dort kennengelernt
die mich doch herzlichst zu ihnen nach Hause eingeladen haben.
Mal sehen was draus wird wenn ich dort vorbei komme.

Nach diesem leckeren Ausflug bin ich dann wieder in den Zug gestiegen.

Es ging von:

SAPPORO - NOBORIBETSU

Noboribetsu ist neben dem südlichen Städtchen "BEPPU" für seine tollen heißen Quellen bekannt.
Das habe ich also mitgenommen und bin dort in ein "Onsen", das sind die Thermalbäder, gegangen und habe
meinen Rücken von dem schweren Rucksack durchatmen lassen.
Das 43°C heiße Wasser ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig und lässt einen aussehen wie einen Hummer,



wirkt aber nachher unglaublich entstpannend und
lässt einen super einschlafen.

Schlafen war dan auch nämlich angesagt da ich 4 Stunden auf meinen Nachtzug nach
Hachinohe warten durfte.



Ich habe die Zeit jedoch gut überstanden und ein kleines Videoprojekt gestartet was noch sehr viel
Arbeit bedarf. Wenn ich die Zeit finde werde ich dies mal hier präsentieren.



3. Tag

NOBORIBETSU - HACHINOHE
HACHINOHE - MATSUSHIMA





Matsushima wird als einer von drei schönsten Plätzen Japans gehandelt.
Hier sind ca.170 kleinste Inseln im Meer angesammelt die man
mit einer Bootstour erkunden kann.




Auf der Bootstour tummelten sich wie an jedem Hafen hunderte Möwen, dass sie jedoch so zutraulich sind und dem Boot während der Fahrt so sehr nahekommen hätte ich nicht gedacht.



Neben den kleinen Inseln ist in Matsushima noch eine ehemalige Festung eines Herrschers zu bewundern.
Ein äußerst netter japanischer Fremdenführer hat mir dann dort eine kostenlose Führung gegeben. Glücklicherweise war ich der einzige und da der gute Mann 9 Monate in Berlin gewohnt hat, wollte er mir die Führung unbedingt in deutsch präsentieren. Diese hat er komplett von Zetteln abgelesen, war zwar sehr interessant nur zwischendurch einwenig schwer verständlich.





MATSUSHIMA - TOKIO (SHINKANSEN)



4.Tag

TOKIO - KANAZAWA


Neuer Tag neuer Ort.

Kanazawa hieß die Destination und hier wartet einer von drei perfekten Gärten Japans auf den Besucher.

Ein perfekter japanischer Garten zeichnet sich durch sechs Atribute aus:

- Weitläufigkeit (kōdai)
- Abgeschiedenheit (yūsui),
- Kunstfertigkeit (jinryoku)
- Althergebrachtes (sōko),
- fließendes Wasser (suisen)
- weiten Blick (chōbō).

All diese Sachen schein der Kenrokuen Garten in Kanazawa zu vereinen.
Ein Besuch war es alle male wert.
Aber seht selbst:






5.Tag

KANAZAWA - MIYAZU - AMANOHASHIDATE

Amanohasidate, das ist ein Naturwunder.
Die Sandbankbrücke schließt auf der linken Seite einen See ein der mit Bergen umgeben ist und
auf der rechten Seite fängt das offene Meer in Richtung Russland und China an.
Der Hafen wird somit auch ein wenig genutzt was den Blick ein bisschen trübt,
jedoch war es wunderschön den 3,6 Kilometer langen Strand auf und ab zugehen.



Amanohashidate wird deshalb auch "Gate to heaven" (das Tor zum Himmel) genannt.


6. Tag

AMANOHASIDATE - KOBE

Am sechsten Tag sollte es eigentlich direkt in den Süden der Nation gehen jedoch
hat mich die Zugverbindung einwenig betrogen und somit musste ich in Kobe übernachten.
Dies war im Endeffekt garnicht so schlimm da ich mir eine Gedenkstätte zum Erdbeeben was 1995 Kobe (vielleicht
können sich noch einige an die Nachrichten erinnern) getroffen hat anschauen konnte.
Dort wurden 470.000 Haushalte getroffen und ein unglaublicher Schaden wurde angerichtet.
Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer aber auch an die Naturgewalten die nicht zu unterschätzen sind.
Da Japan auf tektonischen Platten liegt die äußerst aktiv sind, droht immer wieder die Gefahr.



Bei meiner Übernachtung in einem Studentenwohnheim (was aber wie ein Hotel war) habe ich mir dort noch
einen duften japanischen Mantel mitgenommen der mir richtig gut gefällt.





7. Tag

KOBE - FUKUOKA

Am nächsten Tag habe ich es dann endlich geschafft per Shinkansen in den Süden zureisen.
Dort habe ich meine zweite Nacht übers Couchsurfing.com Experiment verbracht wir haben
Abends "Ramen" gegessen was eine Nudelsuppe ist die man in Japan eigentlich an jeder Ecke wie bei uns
Fritten bekommt.
Fokuoka ist für Ramen sehr bekannt und deshalb hier eine Spezialität.
Es war ausgesprochen lecker und die Nacht auf japanischen Futonstil
ist zwar immer sehr sehr hart aber gesund für den Rücken.


(Dies war nicht meins aber bestimmt nicht bequemer)


8. Tag

Heute werde ich mir die Hafenstadt Fukuoka angucken die die 5. größte Stadt Japans und die größte der
Insel Kyushu ist auf der ich mich grade befinde.
Mal sehen was es hier so gibt.

Heute abend geht es dann:

FUKUOKA - BEPPU SPA

der nächste Kurort wartet also schon auf mich.


liebe Grüße
Bis denn
dein / euer

Kevin

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