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Drei Feuerwerk der Impressionen
Mittwoch, 28. Januar 2009, 14:29
Wie versprochen folgt der nächste Eintrag kurze Zeit später.
Nach den aufregenden 1000 Kilometer von Brisbane nach Sydney bin ich nun endlich in einer der wunderbarsten Städte in Australien und der Welt angekommen.
Sydney ist vor Melbourne die größte Stadt Australiens und wohl auch die bekannteste.
Die Beziehung zu Sydney und der 900 Kilometer entfernten Stadt Melbourne ist in etwa so wie die zwischen Köln und Düsseldorf.
Bei uns ist es ja hauptsächlich der Karneval der die Massen anheizt und jeder die seine Stadt als die bessere anpreist.
Hier ging es soweit, dass bei der Frage um die Hauptstadt australiens keine Entscheidung zwischen den beiden größten Städten gefunden werden konnte.
Deshalb wurde in der geographischen Mitte zwischen Melbourne und Sydney einfach eine neue Stadt gegründet.
Die Hauptstadt ist wie bekannt Canberra und ist im Vergleich zu Melbourne und Sydney scheinbar nicht erwähnenswert. Ich werde es selbst in den kommenden Monaten herausfinden.
Nachdem ich das Rennen beendet hatte und in Sydney angekommen war habe ich mich mit einer Freundin aus Deutschland getroffen welche zufälligerweise auch grade in Sydney lebt.
Nach schnellem Mittagessen habe ich mich mit ihr auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht und binnen 20 Minuten eine wunderbare Stelle für den nächsten Tag gefunden. Diese Unterkunft war 5 Minuten vom Central Business District (CBD) entfernt.
Die erste Nacht habe ich bei einem anderen Bekannten verbracht den ich über das Couchsurfing Experiment kennen gelernt habe. Zusammen mit den Schweden aus Brisbane mit denen ich Weihnachten verbracht habe, habe ich dort die erste Nacht verbracht.
Mit einem wunderbaren Ausblick über Darlingharbour. Dies ist der Binnenhafen in der Bucht von Sydney und somit Mitten in der Stadt. Wir hatten dort eine wunderbare Zeit und ich kann mich nur noch mal bei den Erfindern und Nutzern von Couchsurfing.com bedanken.

Nach der ersten Nacht bin ich dann zurück in das Haus welches 5 Minuten vom Zentrum entfernt ist. Dort habe ich 2 Wochen mit zwei Jungs von den Philippinen aus Manila, einem aus Indonesien der Gegend um Jakarta und einem aus Siegburg. Mich traf dort echt der Schlag.
Die Welt kommt zusammen und ich treffe jemanden der laut Internetberechnung 13,8 Kilometer von mir entfernt wohnt. Wir haben uns niemals vorher gesehen und treffen uns einmal um den Erdball in Sydney.

Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Ich habe dort noch die letzten Tage mit meinem „Rennkollegen“ aus Köln, Marko verbracht.
Das! nächste große Event stand ja kurz bevor und dies hieß Sylvester und Neujahr.
Zu diesem besonderen Anlass habe ich mich mit meinen zwei „Matrosenfreunden“ Marko und Michael in Sydney getroffen. Nach kurzem Mahl und kleinem Umtrunk zur Einstimmung aufs neue Jahr haben wir uns auf den Weg zu einem Park in der Nähe des Hafens von Sydney gemacht. Hier hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Bucht und die Wahrzeichen Sydneys: das Opernhaus und die Harbourbridge.

In diesem Park haben wir dann das erste von zwei wunderbaren Feuerwerken betrachtet. Um 9 Uhr startet das erste Feuerwerk. Dies ist für die jungen Einwohner Sydneys gedacht, solche die keine 12 Stunden wach bleiben können.
Das Feuerwerk in dem Park wurde dazu musikalisch unterlegt und gesponsert von der bekannten Audio-, Soundfirma:

Damit jeder weiß wer für den guten Sound sorgt und das „product placement“ nicht umsonst war, hat man ein Flugzeug organisiert welches für fantastische Werbung am Himmel gesorgt
hat.
Ein Feuerwerk auf Fotos fest zuhalten ist natürlich nie ganz einfach. Das erste Feuerwerk um 9 Uhr war aber schon ordentlich. Der einzige Nachteil in dem Park wo wir uns befanden war das Publikum. Das Durchschnittsalter war zwar cirka bei 30 das kam aber da durch dass die Mitte von 10 Jährigen und 50 Jährigen auch nun mal 30 ergibt. Somit stimmte zwar die Statistik, das Publikum war aber leider „nicht ganz mit uns auf einer Welle“.
Deshalb beschlossen wir weiter in die Innenstadt zu ziehen.
Auf dem Weg dorthin sind wir durch Kings Cross gelaufen, welches das Partyviertel Sydneys ist. Hier haben wir zufälligerweise an einer Haustür eines chicen Hauses einen kleinen Werbezettel gefunden, welcher sagte:
„Call 07 for Brodies Party“ (wir sollten also bei Apartment 7 klingeln).
Da haben wir uns natürlich nicht lange bitten lassen und schnell die Klingel gedrückt. Als die Stimme ertönte: „Hello?“ antworteten wir mit einem: „Hier sind Kevin, Marko und Michael, wir sind da für die Party“.
Nach kurzem Überlegen auf der anderen Seite des Intercoms hörten wir: „Ehm.. Hey toll, kommt hoch“
Wir drei sind hocherfreut die Stufen hoch gerannt und waren Mitten in einer fantastischen Party. Mit geschmackvollem Essen, kalten Getränken, dem bombastischsten Ausblick über den Hafen von Sydney den man sich nur vorstellen kann und genialen Leuten.

Wir hatten nun 3 Stunden Zeit bis das große Feuerwerk startete. Die Zeit haben wir selbstverständlich genutzt um uns unter die Massen zu mischen.
Der Gastgeber (linke Seite) ist Regisseur und dreht grade einen neuen Film in Sydney und hat einen wunderbaren Freundeskreis.
Um die Zeit um Neujahr habe ich mich nach einem Job in Sydney umgeschaut.
Auf der Party habe ich eine Kolumnistin der größten Australischen Tageszeitung „The Australian“ kennen gelernt. Sie hat mir verschiedene Telefonnummern organisiert und für den ersten Kontakt gesorgt. Das Publikum war einfach fantastisch und es war ein leichtes die drei Stunden mit tollen Gesprächen zu füllen. Dann war es auch schon 12 Uhr und das größte Feuerwerk was ich bisher erlebt habe ging los. Normalerweise finde ich Feuerwerke nie sonderlich spannend da es immer irgendwie das gleiche ist. Das 12 Uhr Feuerwerk hat meine Meinung dem gegenüber deutlich geändert. Bei dem Anblick verschwinden alle Gedanken von „sinnlosem Geld verballern“ oder anderen Gegenargumenten.

Es war wirklich das größte und beste Feuerwerk was ich je erlebt habe.
Nach dem die Lichtshow beendet war ging die Party in die zweite Runde. Ich habe viele weitere Bekanntschaften gemacht die meine weitere Zeit in Sydney positiv beeinflussten.
Am darauf folgenden Morgen musste Marko einen Flug bekommen zurück in den Norden des Landes da dort sein Auto auf ihn wartete.
Michael und ich haben uns darauf hin von Ihm verabschiedet und uns geschworen in Köln wieder zutreffen. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen, von Segeln über 4x4 Offroad-Abenteuer, 1000 Kilometern Trampen bis zu Sylvester 2008 / 2009.
Ich freu mich jetzt schon auf das Treffen um alles noch mal Revue passieren zu lassen.

Zum 1.1. des neuen Jahres habe ich wieder etwas Lust nach Veränderung gespürt und beschlossen meinen Rucksack wieder zusammen zupacken um weiter Sydney zu erkunden.
Ich habe also meine ostasiatisch- Rheinländische Wohngemeinschaft zurück gelassen und bin in Richtung „Kings Cross“ in Sydney aufgebrochen.
Es basierte auf verschiedenen Gründen dass ich meine wunderbare Zeit in dieser Unterkunft aufgegeben habe. Der Hauptgrund war jedoch dass es dort „zu perfekt“ war.
Man mag es für verrückt halten aber wer sich eventuell in mir wieder finden kann, wird es verstehen. Ich möchte hierbei nicht zu sehr ins Detail gehen.
Mein neues Zuhause basiert auf einem wunderbaren Zwischenfall und einer der tollen Bekanntschaften vom Sylvesterabend.
Ich habe auf der besagten Party zur Jahreswende einen fantastischen Freund aus El Salvador gewonnen der schon Jahre in Sydney (Kings Cross) wohnt.
Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und uns wieder getroffen. Beim zweiten Treffen hat er mir erzählt, dass er zurzeit Urlaub hat und plant eine Woche auf Reisen zu gehen.
Direkt hat er mir angeboten während seiner Abwesenheit in seinem Apartment leben zu können.
Das kam also wie gerufen und ich hatte für eine Woche ein eigenes klasse Apartment im Herzen von Sydney.
Zwei schwedische Freunde mit denen ich Wochen zuvor in Brisbane Weihnachten gefeiert habe suchten der Zeit auch nach einer Unterkunft.
„Manus manum lavat„ wie der ja der Lateiner sagt (schönen Gruß an Fr. Witte =)
Da die eine Hand also andere wäscht haben wir uns zu dritt die wunderbare Gelegenheit genutzt und zu dritt die Woche verbracht.

In diese Woche habe ich sehr viel Zeit mit der Suche nach einem guten Job und einer neuen Unterkunft verbracht. Das Genießen der tollen Unterkunft und der schönen Zeit ist natürlich nicht zu kurz gekommen.

Die Woche in dem wohl gemütlichsten Bett seit drei Monaten ging viel zu schnell um. Ich bin aber auf der Suche nach einer neuen Unterkunft fündig geworden und habe einen, meiner Meinung nach, perfekten Platz gefunden.
Nun lebe ich Mitten im Zentrum Sydneys mit 5 Indern. Das neue Jahr bringt also noch ein neues Zuhause, eine neue Umgebung und noch besser eine komplett neue Kultur.
Wenn ich aus dem hektischen Sydney in unser Apartment eintrete fühle ich mich wie in einer anderen Welt. Zwischen Chicken Masala, Ek, Do, Thin, Jar, Punch und indischem Akzent ist’s einfach der perfekte Kulturunterschied. Mitten in Australien mit einem Spritzer Abenteuer.

Kurz nach dem ich angefangen habe die Indische Kultur kennen zulernen, habe ich einen Job im Marketingbusiness gefunden.
Im östlichen Teil Sydneys bin ich nun Mitarbeiter von einer Internationalen Marketingfirma.
Der Geschäftsführer ist Kanadier und hat wie viele hier mit einem „Working Holiday Visum“ angefangen. Ihn hat das Reisen gelangweilt und hat einen Job im Marketing angefangen. Er hat das Potential und die Leichtigkeit des Jobs erkannt und kurz um seine eigene Firma gegründet. Nun ist er 23 Jahre alt, beschäftigt 200 Mitarbeiter und weiß nicht wohin er sein Geld stecken soll. Für mindestens 2 Leben „in Saus und Braus“ hat er ausgesorgt.
Ich bin nun einer der 200 Mitarbeiter. Hauptsächlich geht es bei dem Job um professionelle Spendensammelung für Wohltätigkeitseinrichtungen. Ich arbeite er Zeit im Dienste des Australischen Instituts für Herzforschung.

Der Job ist daher ganz interessant da es mir die Möglichkeit gibt etwas Sinnvolles zu machen und mir nebenbei noch einen Einblick ins Feld des Marketings gibt. Das Umfeld und die Arbeitskollegen sind jung und der gesamte Geist der Firma ist sehr motiviert.
Das interessanteste ist jedoch von unserem Geschäftsführer zu lernen.
Es ist zu beobachten wie Menschen mit zu viel Geld ihren Erfolg auf jede Lebenssituation projizieren und das Gefühl von Macht überall mit hinnehmen.
Nach der ersten Woche im neuen Job, der üblicherweise morgens um 11 Uhr beginnt und abends um 23 Uhr aufhört, läuft so gut dass ich nach der zweiten Woche zum Gruppenleiter befördert wurde. Jede zweite Woche ist es üblich auf einen „Roadtrip“ außerhalb Sydneys zu fahren. Wir haben uns deshalb zu sechst 600 Kilometer auf den Weg in den Norden gemacht in den kleinen Ort „Grafton“.

Die ganze Umgebung kam mir äußerst bekannt vor da ich den ganzen Weg ja schon mal im Auto abgefahren habe. Dieses Mal war die Reise leider nicht kostenlos.
Während der Geschäftsreise in das kleine Örtchen Grafton haben wir den Stadtbezirk in 6 Teile geteilt und jedem wurde ein bestimmtes Arbeitsterritorium zugewiesen.
Das Spenden sammeln konnte nun also beginnen.
Täglich wurde somit an ca. 100 Türen geklopft und denen die Ernsthaftigkeit von Herzerkrankungen nahe gelegt.
Es ist interessant wie man seinen Vortrag von Kunde zu Kunde variieren muss um erfolgreich zu sein. Nach dem ich in 4 Tagen an 400 Türen geklopft habe genauso oft den gleichen Text über Herzkrankheiten herunter gebetet habe stand als (hochgerechnetes) Resultat, 16800 Dollar auf dem Papier.
Es ist also schon enorm wie viel Geld einer alleine in 4 Tagen für eine Wohltätigkeitseinrichtung aufbringen kann.
Der letzte Tag war jedoch der beste. Es hat den ganzen Tag über geregnet und das hat nach cirka einem Monat ohne jeglichen Wassertropfen von oben sehr gut getan.
Ich wollte jedoch nicht ganz nass werden und habe mich deshalb einfach mit einem Kunden, der mich auf einen Tee eingeladen hat 1 ½ Stunden unterhalten. Er war studierter Historiker und stand kurz vor einer Reise nach Deutschland. Eine lange Debatte über den Krieg, DDR, Politik und australische Geschichte hat mir somit den Tag versüßt.
Der Regen hörte langsam auf und die Pflicht, Herzkrankheiten zu heilen (oder zu mindest einen kleinen Beitrag dazu zuleisten) rief.
Der Rest des Tages verlief dann recht erfolgreich und ging mit einem Pingpongmatch gegen einen anderen Kunden zu Ende.
Nach 5 Tagen 11 Stunden Arbeit täglich, ging somit eine andere Art von Reisewoche zu Ende.
Ich habe Grafton einen Tag früher mit dem Zug Richtung Sydney verlassen um schon samstags in Sydney zu sein.

Die Rückreise habe ich dann mit dem Zug angetreten und ich fühlte mich wieder wie zu Hause im Zug.
Nur kam mir alles in Zeitlupe vor. Die letzte Langstrecke mit dem Zug bin ich im japanischen Hochgeschwindigkeitszug gefahren.
Der australische Bummelzug hat für 600 Kilometer 10 Stunden gebraucht.
250 Km/H im Vergleich zu 60 Km/H sind doch schon ein Unterschied.
Trotz alle dem bereue ich es nicht im Geringsten auf diese Art gereist zu sein. Somit ist es nämlich möglich andere Landschaftseindrücke von Australien zu gewinnen, wie zum Beispiel diesen hier:

So habe ich das australische Hinterland auch noch nicht gesehen.
Zurück in der großen Stadt ging es am nächsten morgen zur zweiten Arbeitsstelle.
Dieses Mal war ich als Koch und Kellner auf einem 40 Jährigen Geburtstag angestellt.
Der Geburtstag fand auf einer Yacht im Hafen Sydneys statt. Die Gastgeberin war eine ranghöhere Westpac- (australische Bank) Mitarbeiterin und das Publikum ging in die gleiche Richtung.
Arbeit, Spaß und einen wunderschönen Ausblick perfekt zu vereinen ist mir so auch noch nicht gelungen.
Das Vorbereiten der Speisen hat unglaublich Spaß gemacht,

die Partygesellschaft war sehr gelassen und die Rundfahrt auf einem äußerst beeindruckenden Hafen war das Tüpfelchen auf dem I.

Der Abend verlief grandios. Ich habe viele neue nette Menschen kennen gelernt, den einen oder anderen Dollar verdient und fleißig daran gearbeitet das internationale Image deutschlands aufzupolieren.
Nach dem der ereignisreiche Tag auf dem Boot zu Ende ging, stand schon das nächste nationale Großevent vor der Tür. Sydney ist echt die Stadt der Feste. Zirka zweimal im Monat steht die Stadt hier Kopf und ein bestimmter Anlass wird groß gefeiert. Diesen Montag war Nationalfeiertag: „Australia Day“. Der 26. Januar, basiert auf der Ankunft Captain Arthur Phillips und der „First Fleet“. Mit dieser wurden die ersten englischen Strafgefangenen nach Australien gebracht und die Besiegelung der Europäer begann.
Traditionell bekommen ausländische Einwanderer (die sich darum bemühen) an diesem Tag ihre Aufenthaltsgenehmigung, ihren australischen Pass und eine neue Staatsangehörigkeit.
Dieses Event wird natürlich riesig gefeiert. In der ganzen Stadt finden Konzerte und Tanzveranstaltungen aller Kulturen statt.

Am Abend werden die neuen Australier mit einem riesigen Feuerwerk über dem Innenhafen Sydneys begrüßt..
Australia Day VIDEO
Nach dem aufregenden Feiertag ging es zurück in den Arbeitsalltag.
Mit Unterstützung des Marketingteams was aus der ganzen Welt zusammengewürfelt ist, hieß es dann wieder Spenden gegen Herzkrankheiten zu sammeln.
Wer schon mal in solchen Marketingbereichen gearbeitet hat, weiß wie affektierte Arbeitsmoral und eingebildeter Ergeiz in unglaublicher Arroganz resultieren kann.
Jetzt nach meiner Beförderung zum Gruppenleiter habe ich meinen Vertrag, aus verschiedenen Gründen, zum Ende der kommenden Woche gekündigt und mich für mein nächstes Abenteuer vorbereitet.
Dieses wird alles bisher dagewesene in den Schatten stellen.
Ich freue mich jetzt schon unglaublich drauf, aber zu viel kann man jetzt noch nicht verraten.
Die letzte Arbeitswoche wird noch mal interessant da es wohl ein zweites mal auf einen Roadtrip geht.
Ich freue mich sehr über eure positive Resonanz und freue mich euch in den kommenden Monaten weiter schreiben zu können.
Schaltet also bald wieder ein.
G’day Mate!
Einen warmen Gruß
Und bis bald
Dein/ Euer
Kevin
(Kommentare die nicht auf der Seite erscheinen sollen bitte an worldtrip@live.com)
Nach den aufregenden 1000 Kilometer von Brisbane nach Sydney bin ich nun endlich in einer der wunderbarsten Städte in Australien und der Welt angekommen.
Sydney ist vor Melbourne die größte Stadt Australiens und wohl auch die bekannteste.
Die Beziehung zu Sydney und der 900 Kilometer entfernten Stadt Melbourne ist in etwa so wie die zwischen Köln und Düsseldorf.
Bei uns ist es ja hauptsächlich der Karneval der die Massen anheizt und jeder die seine Stadt als die bessere anpreist.
Hier ging es soweit, dass bei der Frage um die Hauptstadt australiens keine Entscheidung zwischen den beiden größten Städten gefunden werden konnte.
Deshalb wurde in der geographischen Mitte zwischen Melbourne und Sydney einfach eine neue Stadt gegründet.
Die Hauptstadt ist wie bekannt Canberra und ist im Vergleich zu Melbourne und Sydney scheinbar nicht erwähnenswert. Ich werde es selbst in den kommenden Monaten herausfinden.
Nachdem ich das Rennen beendet hatte und in Sydney angekommen war habe ich mich mit einer Freundin aus Deutschland getroffen welche zufälligerweise auch grade in Sydney lebt.
Nach schnellem Mittagessen habe ich mich mit ihr auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht und binnen 20 Minuten eine wunderbare Stelle für den nächsten Tag gefunden. Diese Unterkunft war 5 Minuten vom Central Business District (CBD) entfernt.
Die erste Nacht habe ich bei einem anderen Bekannten verbracht den ich über das Couchsurfing Experiment kennen gelernt habe. Zusammen mit den Schweden aus Brisbane mit denen ich Weihnachten verbracht habe, habe ich dort die erste Nacht verbracht.
Mit einem wunderbaren Ausblick über Darlingharbour. Dies ist der Binnenhafen in der Bucht von Sydney und somit Mitten in der Stadt. Wir hatten dort eine wunderbare Zeit und ich kann mich nur noch mal bei den Erfindern und Nutzern von Couchsurfing.com bedanken.

Nach der ersten Nacht bin ich dann zurück in das Haus welches 5 Minuten vom Zentrum entfernt ist. Dort habe ich 2 Wochen mit zwei Jungs von den Philippinen aus Manila, einem aus Indonesien der Gegend um Jakarta und einem aus Siegburg. Mich traf dort echt der Schlag.
Die Welt kommt zusammen und ich treffe jemanden der laut Internetberechnung 13,8 Kilometer von mir entfernt wohnt. Wir haben uns niemals vorher gesehen und treffen uns einmal um den Erdball in Sydney.

Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Ich habe dort noch die letzten Tage mit meinem „Rennkollegen“ aus Köln, Marko verbracht.
Das! nächste große Event stand ja kurz bevor und dies hieß Sylvester und Neujahr.
Zu diesem besonderen Anlass habe ich mich mit meinen zwei „Matrosenfreunden“ Marko und Michael in Sydney getroffen. Nach kurzem Mahl und kleinem Umtrunk zur Einstimmung aufs neue Jahr haben wir uns auf den Weg zu einem Park in der Nähe des Hafens von Sydney gemacht. Hier hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Bucht und die Wahrzeichen Sydneys: das Opernhaus und die Harbourbridge.

In diesem Park haben wir dann das erste von zwei wunderbaren Feuerwerken betrachtet. Um 9 Uhr startet das erste Feuerwerk. Dies ist für die jungen Einwohner Sydneys gedacht, solche die keine 12 Stunden wach bleiben können.
Das Feuerwerk in dem Park wurde dazu musikalisch unterlegt und gesponsert von der bekannten Audio-, Soundfirma:

Damit jeder weiß wer für den guten Sound sorgt und das „product placement“ nicht umsonst war, hat man ein Flugzeug organisiert welches für fantastische Werbung am Himmel gesorgt
hat.
Ein Feuerwerk auf Fotos fest zuhalten ist natürlich nie ganz einfach. Das erste Feuerwerk um 9 Uhr war aber schon ordentlich. Der einzige Nachteil in dem Park wo wir uns befanden war das Publikum. Das Durchschnittsalter war zwar cirka bei 30 das kam aber da durch dass die Mitte von 10 Jährigen und 50 Jährigen auch nun mal 30 ergibt. Somit stimmte zwar die Statistik, das Publikum war aber leider „nicht ganz mit uns auf einer Welle“.
Deshalb beschlossen wir weiter in die Innenstadt zu ziehen.
Auf dem Weg dorthin sind wir durch Kings Cross gelaufen, welches das Partyviertel Sydneys ist. Hier haben wir zufälligerweise an einer Haustür eines chicen Hauses einen kleinen Werbezettel gefunden, welcher sagte:
„Call 07 for Brodies Party“ (wir sollten also bei Apartment 7 klingeln).
Da haben wir uns natürlich nicht lange bitten lassen und schnell die Klingel gedrückt. Als die Stimme ertönte: „Hello?“ antworteten wir mit einem: „Hier sind Kevin, Marko und Michael, wir sind da für die Party“.
Nach kurzem Überlegen auf der anderen Seite des Intercoms hörten wir: „Ehm.. Hey toll, kommt hoch“
Wir drei sind hocherfreut die Stufen hoch gerannt und waren Mitten in einer fantastischen Party. Mit geschmackvollem Essen, kalten Getränken, dem bombastischsten Ausblick über den Hafen von Sydney den man sich nur vorstellen kann und genialen Leuten.

Wir hatten nun 3 Stunden Zeit bis das große Feuerwerk startete. Die Zeit haben wir selbstverständlich genutzt um uns unter die Massen zu mischen.
Der Gastgeber (linke Seite) ist Regisseur und dreht grade einen neuen Film in Sydney und hat einen wunderbaren Freundeskreis.
Um die Zeit um Neujahr habe ich mich nach einem Job in Sydney umgeschaut.
Auf der Party habe ich eine Kolumnistin der größten Australischen Tageszeitung „The Australian“ kennen gelernt. Sie hat mir verschiedene Telefonnummern organisiert und für den ersten Kontakt gesorgt. Das Publikum war einfach fantastisch und es war ein leichtes die drei Stunden mit tollen Gesprächen zu füllen. Dann war es auch schon 12 Uhr und das größte Feuerwerk was ich bisher erlebt habe ging los. Normalerweise finde ich Feuerwerke nie sonderlich spannend da es immer irgendwie das gleiche ist. Das 12 Uhr Feuerwerk hat meine Meinung dem gegenüber deutlich geändert. Bei dem Anblick verschwinden alle Gedanken von „sinnlosem Geld verballern“ oder anderen Gegenargumenten.

Es war wirklich das größte und beste Feuerwerk was ich je erlebt habe.
Nach dem die Lichtshow beendet war ging die Party in die zweite Runde. Ich habe viele weitere Bekanntschaften gemacht die meine weitere Zeit in Sydney positiv beeinflussten.
Am darauf folgenden Morgen musste Marko einen Flug bekommen zurück in den Norden des Landes da dort sein Auto auf ihn wartete.
Michael und ich haben uns darauf hin von Ihm verabschiedet und uns geschworen in Köln wieder zutreffen. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen, von Segeln über 4x4 Offroad-Abenteuer, 1000 Kilometern Trampen bis zu Sylvester 2008 / 2009.
Ich freu mich jetzt schon auf das Treffen um alles noch mal Revue passieren zu lassen.

Zum 1.1. des neuen Jahres habe ich wieder etwas Lust nach Veränderung gespürt und beschlossen meinen Rucksack wieder zusammen zupacken um weiter Sydney zu erkunden.
Ich habe also meine ostasiatisch- Rheinländische Wohngemeinschaft zurück gelassen und bin in Richtung „Kings Cross“ in Sydney aufgebrochen.
Es basierte auf verschiedenen Gründen dass ich meine wunderbare Zeit in dieser Unterkunft aufgegeben habe. Der Hauptgrund war jedoch dass es dort „zu perfekt“ war.
Man mag es für verrückt halten aber wer sich eventuell in mir wieder finden kann, wird es verstehen. Ich möchte hierbei nicht zu sehr ins Detail gehen.
Mein neues Zuhause basiert auf einem wunderbaren Zwischenfall und einer der tollen Bekanntschaften vom Sylvesterabend.
Ich habe auf der besagten Party zur Jahreswende einen fantastischen Freund aus El Salvador gewonnen der schon Jahre in Sydney (Kings Cross) wohnt.
Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und uns wieder getroffen. Beim zweiten Treffen hat er mir erzählt, dass er zurzeit Urlaub hat und plant eine Woche auf Reisen zu gehen.
Direkt hat er mir angeboten während seiner Abwesenheit in seinem Apartment leben zu können.
Das kam also wie gerufen und ich hatte für eine Woche ein eigenes klasse Apartment im Herzen von Sydney.
Zwei schwedische Freunde mit denen ich Wochen zuvor in Brisbane Weihnachten gefeiert habe suchten der Zeit auch nach einer Unterkunft.
„Manus manum lavat„ wie der ja der Lateiner sagt (schönen Gruß an Fr. Witte =)
Da die eine Hand also andere wäscht haben wir uns zu dritt die wunderbare Gelegenheit genutzt und zu dritt die Woche verbracht.

In diese Woche habe ich sehr viel Zeit mit der Suche nach einem guten Job und einer neuen Unterkunft verbracht. Das Genießen der tollen Unterkunft und der schönen Zeit ist natürlich nicht zu kurz gekommen.

Die Woche in dem wohl gemütlichsten Bett seit drei Monaten ging viel zu schnell um. Ich bin aber auf der Suche nach einer neuen Unterkunft fündig geworden und habe einen, meiner Meinung nach, perfekten Platz gefunden.
Nun lebe ich Mitten im Zentrum Sydneys mit 5 Indern. Das neue Jahr bringt also noch ein neues Zuhause, eine neue Umgebung und noch besser eine komplett neue Kultur.
Wenn ich aus dem hektischen Sydney in unser Apartment eintrete fühle ich mich wie in einer anderen Welt. Zwischen Chicken Masala, Ek, Do, Thin, Jar, Punch und indischem Akzent ist’s einfach der perfekte Kulturunterschied. Mitten in Australien mit einem Spritzer Abenteuer.

Kurz nach dem ich angefangen habe die Indische Kultur kennen zulernen, habe ich einen Job im Marketingbusiness gefunden.
Im östlichen Teil Sydneys bin ich nun Mitarbeiter von einer Internationalen Marketingfirma.
Der Geschäftsführer ist Kanadier und hat wie viele hier mit einem „Working Holiday Visum“ angefangen. Ihn hat das Reisen gelangweilt und hat einen Job im Marketing angefangen. Er hat das Potential und die Leichtigkeit des Jobs erkannt und kurz um seine eigene Firma gegründet. Nun ist er 23 Jahre alt, beschäftigt 200 Mitarbeiter und weiß nicht wohin er sein Geld stecken soll. Für mindestens 2 Leben „in Saus und Braus“ hat er ausgesorgt.
Ich bin nun einer der 200 Mitarbeiter. Hauptsächlich geht es bei dem Job um professionelle Spendensammelung für Wohltätigkeitseinrichtungen. Ich arbeite er Zeit im Dienste des Australischen Instituts für Herzforschung.

Der Job ist daher ganz interessant da es mir die Möglichkeit gibt etwas Sinnvolles zu machen und mir nebenbei noch einen Einblick ins Feld des Marketings gibt. Das Umfeld und die Arbeitskollegen sind jung und der gesamte Geist der Firma ist sehr motiviert.
Das interessanteste ist jedoch von unserem Geschäftsführer zu lernen.
Es ist zu beobachten wie Menschen mit zu viel Geld ihren Erfolg auf jede Lebenssituation projizieren und das Gefühl von Macht überall mit hinnehmen.
Nach der ersten Woche im neuen Job, der üblicherweise morgens um 11 Uhr beginnt und abends um 23 Uhr aufhört, läuft so gut dass ich nach der zweiten Woche zum Gruppenleiter befördert wurde. Jede zweite Woche ist es üblich auf einen „Roadtrip“ außerhalb Sydneys zu fahren. Wir haben uns deshalb zu sechst 600 Kilometer auf den Weg in den Norden gemacht in den kleinen Ort „Grafton“.

Die ganze Umgebung kam mir äußerst bekannt vor da ich den ganzen Weg ja schon mal im Auto abgefahren habe. Dieses Mal war die Reise leider nicht kostenlos.
Während der Geschäftsreise in das kleine Örtchen Grafton haben wir den Stadtbezirk in 6 Teile geteilt und jedem wurde ein bestimmtes Arbeitsterritorium zugewiesen.
Das Spenden sammeln konnte nun also beginnen.
Täglich wurde somit an ca. 100 Türen geklopft und denen die Ernsthaftigkeit von Herzerkrankungen nahe gelegt.
Es ist interessant wie man seinen Vortrag von Kunde zu Kunde variieren muss um erfolgreich zu sein. Nach dem ich in 4 Tagen an 400 Türen geklopft habe genauso oft den gleichen Text über Herzkrankheiten herunter gebetet habe stand als (hochgerechnetes) Resultat, 16800 Dollar auf dem Papier.
Es ist also schon enorm wie viel Geld einer alleine in 4 Tagen für eine Wohltätigkeitseinrichtung aufbringen kann.
Der letzte Tag war jedoch der beste. Es hat den ganzen Tag über geregnet und das hat nach cirka einem Monat ohne jeglichen Wassertropfen von oben sehr gut getan.
Ich wollte jedoch nicht ganz nass werden und habe mich deshalb einfach mit einem Kunden, der mich auf einen Tee eingeladen hat 1 ½ Stunden unterhalten. Er war studierter Historiker und stand kurz vor einer Reise nach Deutschland. Eine lange Debatte über den Krieg, DDR, Politik und australische Geschichte hat mir somit den Tag versüßt.
Der Regen hörte langsam auf und die Pflicht, Herzkrankheiten zu heilen (oder zu mindest einen kleinen Beitrag dazu zuleisten) rief.
Der Rest des Tages verlief dann recht erfolgreich und ging mit einem Pingpongmatch gegen einen anderen Kunden zu Ende.
Nach 5 Tagen 11 Stunden Arbeit täglich, ging somit eine andere Art von Reisewoche zu Ende.
Ich habe Grafton einen Tag früher mit dem Zug Richtung Sydney verlassen um schon samstags in Sydney zu sein.

Die Rückreise habe ich dann mit dem Zug angetreten und ich fühlte mich wieder wie zu Hause im Zug.
Nur kam mir alles in Zeitlupe vor. Die letzte Langstrecke mit dem Zug bin ich im japanischen Hochgeschwindigkeitszug gefahren.
Der australische Bummelzug hat für 600 Kilometer 10 Stunden gebraucht.
250 Km/H im Vergleich zu 60 Km/H sind doch schon ein Unterschied.
Trotz alle dem bereue ich es nicht im Geringsten auf diese Art gereist zu sein. Somit ist es nämlich möglich andere Landschaftseindrücke von Australien zu gewinnen, wie zum Beispiel diesen hier:

So habe ich das australische Hinterland auch noch nicht gesehen.
Zurück in der großen Stadt ging es am nächsten morgen zur zweiten Arbeitsstelle.
Dieses Mal war ich als Koch und Kellner auf einem 40 Jährigen Geburtstag angestellt.
Der Geburtstag fand auf einer Yacht im Hafen Sydneys statt. Die Gastgeberin war eine ranghöhere Westpac- (australische Bank) Mitarbeiterin und das Publikum ging in die gleiche Richtung.
Arbeit, Spaß und einen wunderschönen Ausblick perfekt zu vereinen ist mir so auch noch nicht gelungen.
Das Vorbereiten der Speisen hat unglaublich Spaß gemacht,

die Partygesellschaft war sehr gelassen und die Rundfahrt auf einem äußerst beeindruckenden Hafen war das Tüpfelchen auf dem I.

Der Abend verlief grandios. Ich habe viele neue nette Menschen kennen gelernt, den einen oder anderen Dollar verdient und fleißig daran gearbeitet das internationale Image deutschlands aufzupolieren.
Nach dem der ereignisreiche Tag auf dem Boot zu Ende ging, stand schon das nächste nationale Großevent vor der Tür. Sydney ist echt die Stadt der Feste. Zirka zweimal im Monat steht die Stadt hier Kopf und ein bestimmter Anlass wird groß gefeiert. Diesen Montag war Nationalfeiertag: „Australia Day“. Der 26. Januar, basiert auf der Ankunft Captain Arthur Phillips und der „First Fleet“. Mit dieser wurden die ersten englischen Strafgefangenen nach Australien gebracht und die Besiegelung der Europäer begann.
Traditionell bekommen ausländische Einwanderer (die sich darum bemühen) an diesem Tag ihre Aufenthaltsgenehmigung, ihren australischen Pass und eine neue Staatsangehörigkeit.
Dieses Event wird natürlich riesig gefeiert. In der ganzen Stadt finden Konzerte und Tanzveranstaltungen aller Kulturen statt.

Am Abend werden die neuen Australier mit einem riesigen Feuerwerk über dem Innenhafen Sydneys begrüßt..
Australia Day VIDEO
Nach dem aufregenden Feiertag ging es zurück in den Arbeitsalltag.
Mit Unterstützung des Marketingteams was aus der ganzen Welt zusammengewürfelt ist, hieß es dann wieder Spenden gegen Herzkrankheiten zu sammeln.
Wer schon mal in solchen Marketingbereichen gearbeitet hat, weiß wie affektierte Arbeitsmoral und eingebildeter Ergeiz in unglaublicher Arroganz resultieren kann.
Jetzt nach meiner Beförderung zum Gruppenleiter habe ich meinen Vertrag, aus verschiedenen Gründen, zum Ende der kommenden Woche gekündigt und mich für mein nächstes Abenteuer vorbereitet.
Dieses wird alles bisher dagewesene in den Schatten stellen.
Ich freue mich jetzt schon unglaublich drauf, aber zu viel kann man jetzt noch nicht verraten.
Die letzte Arbeitswoche wird noch mal interessant da es wohl ein zweites mal auf einen Roadtrip geht.
Ich freue mich sehr über eure positive Resonanz und freue mich euch in den kommenden Monaten weiter schreiben zu können.
Schaltet also bald wieder ein.
G’day Mate!
Einen warmen Gruß
Und bis bald
Dein/ Euer
Kevin
(Kommentare die nicht auf der Seite erscheinen sollen bitte an worldtrip@live.com)
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